Wichtiger Schritt zum Klassenerhalt

Der SC Freiburg gewinnt gegen Hertha BSC Berlin mit 2:1.

Das Team von Christian Streich setzte die angekündigte beherzte Spielweise gegen die Hauptstädter von der ersten Minute an durch. In der ersten Viertelstunde hatte Freiburg mehrere gute Chancen und bot dem ausverkauften Schwarzwald-Stadion ein attraktives Spiel.

Freiburg klar spielbestimmend

Auch in den nächsten Minuten musste sich auf der Gegenseite Hertha-Keeper Jarstein mehrmals auszeichnen und in letzter Sekunde bei gefährlichen Schüssen von Abrashi und Grifo  klären. In der 27. Minute musste Jarstein aber zum ersten Mal hinter sich greifen. Grifo flankte herrlich auf den perfekt stehenden Petersen, der den Ball zum 1:0 einköpfte.

Kübler verletzt

Getrübt wurde die Euphorie schon kurz nach der Führung durch eine schwere Verletzung von Kübler. Der Freiburger fiel nach einem Kopfball ungünstig und musste mit der Trage vom Spielfeld gebracht werden. Für ihn kam Stenzel in die Partie. Bis zum Halbzeitpfiff blieb Freiburg spielbestimmend, während die Hertha sehr defensiv blieb.

Zur zweiten Halbzeit musste Christian Streich erneut verletzungsbedingt wechseln. Lienhart blieb in der Kabine, für ihn kam der 19-jährige Innenverteidiger Nico Schlotterbeck zu seinem Bundesligadebüt.

Hertha machte Druck

Hertha kam deutlich sicherer aus der Kabine und setzte Freiburg in den ersten Minuten nach Wiederanpfiff mehr und mehr unter Druck. SC-Keeper Schwolow blieb aber sicher und hielt seine Mannschaft vorerst im Spiel.

Seine Vorderleute kamen aber nach und nach aus dem Rhythmus und in der 76. Minute nützte Ibisevic seine Chance und glich zum 1:1 aus. Das Publikum zeigte nun Größe und peitschte das Team nach dem Ausgleich lautstark nach vorne, um der Mannschaft den nötigen Mut wiederzugeben.

Sensation durch Schlotterbeck

Und das zeigte Wirkung. In der 81. Minute sah das ausverkaufte Schwarzwald-Stadion eine kleine Fußball-Sensation. Kapitän Frantz holte eine Ecke für Freiburg raus, Grifo schlenzte herrlich in den Strafraum und Debütant Schlotterbeck war im Anschluss maßgeblich am 2:1-Eigentor von Hertha-Spieler Vedad Ibišević beteiligt.

Stehend feuerte das Publikum den SC Freiburg bis zum Schluss an. Hertha hielt mutig dagegen, aber auch drei Minuten Nachspielzeit reichten nicht zum lucky-punch.

(rw)