Phantombild, Gruppenvergewaltigung, Freiburg, © Patrick Seeger - dpa / Polizeipräsidium Freiburg

Polizei fahndet nach elftem Verdächtigen nach Gruppenvergewaltigung in Freiburg

Bisher hatte es für die Ermittler keine Hinweise auf noch weitere Verdächtige gegeben

Im Fall der mutmaßlichen Gruppenvergewaltigung einer jungen Diskobesucherin aus Freiburg geht die Kriminalpolizei inzwischen von einem weiteren möglichen Peiniger aus. Ein Zeuge aus dem Club im Industriegebiet-Nord hat den Ermittlern eine genaue Beschreibung des Verdächtigen geliefert, mit der jetzt ein Phantombild erstellt werden konnte. Da sich seine Erscheiung von den zehn bereits festgenommenen Männern unterscheidet, dürfte es sich dabei um einen elften Tatverdächtigen handeln. Dieser befindet sich demnach auch noch auf freiem Fuß.

Augenzeuge liefert genaue Beschreibung

Er wird als 1,90 bis 1,95 Meter großer Mann zwischen 20 und 25 Jahren beschrieben und hatte einen muskulösen, durchtrainierten Körperbau. Seine scharzen Haare waren seitlich kurz und das Deckhaar etwas länger. Er trug einen nach unten hin spitz zulaufenden Bart, der aber kein richtiger Vollbart war. Am Tatabend wurde er in der Disko gesehen und hatte dort einen enganliegenden blauen Pullover, eine dunkelbraune, lange Hose und schwarze Sportschuhe an.

Die Ermittlungsgruppe Club wendet sich mit diesem Fahndungsaufruf nun konkret an die Öffentlichkeit. Wer der Polizei weitere Hinweise auf die Identität des Mannes liefern kann oder ihn schon einmal irgendwo gesehen hat, erreicht die Kripo unter Tel. 0761/8825777.

Mutmaßliche Sexualstraftat hat das Sicherheitsgefühl in der Stadt angekratzt

Die Gruppe junger Männer soll am 14. Oktober 2018 eine 18-Jährige in der Disko vermutlich mit Hilfe von Drogen wehrlos gemacht und sich anschließend draußen in einem Waldstück vor dem Gelände an ihr vergangen haben. Zehn mutmaßliche Täter sitzen bereits in Untersuchungshaft. Als Reaktion auf die mutmaßliche Sexualstraftat hat das Land Baden-Württemberg seine Sicherheitspartnerschaft mit der Stadt Freiburg und dem Polizeipräsidium noch einmal massiv erweitert.

(fw)

Mehr zum Fall: