Dienstwaffe, Polizei, Handschellen, © Oliver Berg - dpa (Symbolbild)

Pitbull-Mischling in Offenburg von Polizisten erschossen

Der Hund hatte eine Katze tödlich verletzt und wurde auf offener Straße von Beamten getötet

Am frühen Mittwochnachmittag hatte die Besitzerin des Rüden das Tier in der Offenburger Oststadt ausgeführt, als unvermittelt eine Katze unter einem parkenden Auto hervor sprang - genau vor den angeleinten Hund, der reflexartig zubiss und trotz intensiver Bemühungen nicht mehr losließ. Die Besitzern und mehrere Passanten versuchten die Tiere zu trennen, die Hundehalterin wurde dabei verletzt. Als die Helfer die Katze schließlich aus dem Maul des Hundes befreien konnten, war diese bereits tot.

Hund befand sich in regelrechtem Rausch

Als die alarmierte Polizeistreife eintraf, musste der Hund "mit massiver Kraftanstrengung von der Hundehalterin sowie einem weiteren Zeugen am Boden fixiert werden", so die Polizei in einer Pressemitteilung. Die Besitzerin hatte noch einen Tierarzt angerufen, der dem Hund eine Betäubungsspritze geben sollte. Da die Beamten allerdings nicht wussten, wie lange dieser bis zu seinem Eintreffen gebraucht hätte und das Tier extrem aggressiv und kaum zu bändigen gewesen sei, hätten sie sich zum Einsatz der Schusswaffe entschieden, so ein Sprecher der Polizei Offenburg. Der Hund habe sich in einem regelrechten Rausch befunden. "Die Kollegen hätten es sicher auch lieber anders geregelt, aber das sind Entscheidungen, die in einer akuten Gefahrensituation ad hoc getroffen werden müssen."

Nachdem die Beamten die Besitzerin aufgefordert hatten, den Hund freizugeben, habe dieser sich sofort in aggressiver Weise genähert. Mit Schüssen aus beiden Dienstwaffen sei das Tier daraufhin niedergestreckt worden. Eine weitere Gefährdung durch das acht Jahre alte Tier konnte so verhindert werden, so die Polizei weiter. Der herbeigerufene Tierarzt habe nur noch den Tot des Hundes feststellen können. Die Beamten sowie weitere unbeteiligte Zeugen blieben unverletzt. Die Frau trug eine Biss- und diverse Kratzverletzungen davon und wurde durch den Rettungsdienst zur Behandlung in eine Klinik gebracht.

Wesenstest für Kampfhunde bestanden

Wie die Polizei mitteilt, habe der Pitbull-Staffordshire-Mischling den für sogenannte Kampfhunde erforderlichen Wesenstest bestanden. Hund und Besitzerin seien in der Stadt bekannt und das Tier galt zuvor als nicht aggressiv.

(br)