Notarzt, Rettungsgasse, Verkehr, © Patrick Seeger - dpa (Symbolbild)

Weniger Verkehrsunfälle in den letzten zehn Jahren

Unfallstatistiken 2018

Das Polizeipräsidium Freiburg hat am Montag (11.03.2019) die Zahlen für die Verkehrsunfälle für die Landkreise Breisgau-Hochschwarzwald, Emmendingen, Waldshut, Lörrach und Freiburg vorgestellt.

Eine Zahl ist dabei besonders erfreulich. 2018 waren es nur 35 Menschen die im Straßenverkehr ums Leben gekommen sind. Das ist der niedrigste Wert in den letzten 10 Jahren.

Die häufigsten Ursachen für Unfälle

Vor allem Ablenkung am Steuer, aber auch zu hohes Tempo und Vorfahrtsverstöße - das sind in Südbaden die häufigsten Gründe für Verkehrsunfälle. Zur Ablenkung gehört an erster Stelle das Handy. Gespräche mit der Freisprecheinrichtung, oder das Bedienen eines Navigationssystems. Die Polizei rät daher bei schwierigen Gesprächen auf die Seite zu fahren, da die Teilnahme am Straßenverkehr eine hunderprozentige Aufmerksamkeit verlangt.

Bei Motorradfahrern ist die Zahl der verunglückten im Vergleich zum Vorjahr deutlich gestiegen. Rund 25 Prozent mehr Unfälle gab es bei den Krafträdern. Wobei ein Drittel davon Schwerverletzt wurden. Das liegt vor allem an den beliebten Motorradstrecken im Schwarzwald, die viele Landkreise miteinander verbindet.

 

Uwe Oldenburg von der Verkehrspolizei zu Motorradfahrern

Fahrradfahrer sind nach wie vor hohem Risiko ausgesetzt auf den Straßen. 2017 sind rund 30 Prozent der Unfälle im Stadtgebiet Freiburg passiert. Davon waren fast die Hälfte Fahrradfahrer. Dabei sind Zwei Menschen ums Leben gekommen, was weniger als in den Jahren 2014 bis 2016 sind.

Bei den Fußgängern hat die Polizei im vergangenen Jahr, Drei Todesfälle gezählt.

Polizei setzt auf Prävention           

Um alle zukünftigen Verkehrsteilnehmer auf die Gefahren im Straßenverkehr aufmerksam zu machen, setzt die Polizei weiterhin auf Prävention. Dazu gehen die Beamten in die Schulen und nehmen die Fahrradprüfung für Grundschüler ab. Auch bei den älteren Schülern und Fahranfängern will die Polizei mehr Präsenz zeigen und informieren. Dort liegt der Themenschwerpunkt beim Tempolimit, beziehungsweise angepasster Geschwindigkeit, sowie Alkohol und Drogen am Steuer.

Nimmt man alle Verkehrsunfälle und die Arbeitszeit der Beamten, ist 2018 ein Gesamtschaden von rund 360 Millionen Euro entstanden.

(sh/andu)