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Sternfahrten der Landwirte in Baden ohne gravierende Vorkommnisse

Proteste liefen überwiegend friedlich, aber mit großen Verkehrsbehinderungen

Für die kommenden Tage rechnet der Landesbauernverband in Baden-Württemberg nicht mit größeren Verkehrsbeeinträchtigungen. Gestern hatte es in ganz Baden Protestfahrten und Kundgebungen gegeben. Im Bereich des Polizeipräsidiums Freiburg wurden insgesamt rund 3.500 Fahrzeuge und 4.000 Teilnehmende gezählt. Die Sternfahrt aus sieben umliegenden Orten der Landkreise Emmendingen und Breisgau-Hochschwarzwald nach Freiburg verlief laut Polizei überwiegend ohne Vorkommnisse – aber mit erheblichen Verkehrsbehinderungen. An der Kundgebung auf dem Platz der Alten Synagoge nahmen etwa 800 Personen teil. In der Ortenau wurden zeitweise die Grenzübergänge nach Frankreich blockiert.

Trotz der Bauernproteste will die Bundesregierung an der schrittweisen Kürzung der Agrardiesel-Subventionen festhalten. Das hat Bundeskanzler Scholz unterstrichen. Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Dreyer rief die Landwirte unterdessen zur Mäßigung auf: der Rheinischen Post sagte sie, sie habe kein Verständnis für Bauernkriegssymbolik, Verunglimpfung des Staates oder persönliche Angriffe.

(br)