© Polizeidirektion Freiburg

Seit drei Jahren ist Maria aus Freiburg verschwunden

Noch immer erhalten die Ermittler neue Hinweise zu dem Fall, eine heiße Spur ist aber weiter nicht dabei

Genau drei Jahre ist es inzwischen her, seitdem das Verschwinden der damals 13-Jährigen Maria-Brigitte Henselmann aus Freiburg bundesweit für Schlagzeilen gesorgt hatte. Das Mädchen hatte im Internet einen über 40 Jahre älteren Mann kennengelernt und war am 04.05.2013 wohl aus Liebe in einer Nacht- und Nebelaktion mit ihm durchgebrannt - glaubt die Polizei. Sie kann aber auch ein Gewaltverbrechen nicht ausschließen.

Liebesbeziehung zu älterem Mann im Internet

Über Hinweise aus dem Umfeld des Teenagers hatte sie den Mann aus dem Chat schnell identifiziert - bei handelte es sich um den 56 Jahre alten Bernhard Haase aus Blomberg in Nordrhein-Westphalen. Die Polizei hatte diesen europaweit mit einer sofort eingeleiteten Fahndung per internationalem Haftbefehl gesucht - unter anderem wegen besonders schwerer Kindesentziehung und des Verdachts auf sexuellen Missbrauch von Kindern. Obwohl Maria nach Ansicht der Ermittler höchstwahrscheinlich freiwillig mit Haase mitgegangen war, hat er sich allein durch die Liebesbeziehung zu der Minderjährigen strafbar gemacht.

Zum letzten Mal in Osteuropa gesehen

Die letzte Spur der beiden aus dem Sommer 2013 verläuft sich in Polen. Damals hatten Passanten Maria und Haase beim Einkaufen und Übernachten in einem Auto beobachtet. Weitere Hinweise kamen wenige Wochen später aus einem Hotel in der Slowakei. Die Ermittler konnten das AUto und den weißen Schäferhund des Mannes sicherstellen - er war mit Maria aber offenbar längst weitergezogen.

Noch immer keine heiße Spur

Nicht zuletzt dank der umfassenden Berichterstattung über den Fall in den Medien, gehen auch heute noch immer neue Hinweise zur vermissten Maria aus Freiburg ein. Auch aus dem Ausland haben sich viele mögliche Zeugen gemeldet, vor allem nachdem die TV-Sendung "Aktenzeichen XY ungelöst" sich dem mysteriösen Verschwinden angenommen hatte. Über 900 Spuren ist die Freiburger Polizei in enger Zusammenarbeit mit den Ermittlern im In- und Ausland nachgegangen. Eine heiße Spur sieht die Kripo aber auch weiterhin nicht darunter. 

Suche auch in sozialen Netzwerken

Auch Marias Mutter hatte sich an die Öffentlichkeit gewendet und ihre Tochter - teils auf eigene Faust - im Internet über die sozialen Netzwerke gesucht. Sie hatte bezweifelt, dass Maria freiwillig mit dem fremden Mann mitgegangen sein könnte. In einem Videoaufruf hatte sie sich im Fernsehen mehrfach an ihn gerichtet. Zum traurigen Jahrestag der gesamten Falls haben wir jetzt auch mit dem Vater des Mädchens sprechen können. Er sagte uns:

Das sagt der Vater von Maria aus Freiburg drei Jahre nach ihrem Verschwinden