SC Freiburg steigt in Bundesliga auf

Nach dem Sieg über Paderborn steigt Freiburg sicher auf

Der SC Freiburg kann nun definitiv mit den Planungen für die erste Bundesliga beginnen. Mit dem Sieg über Paderborn hat der Sportclub jetzt 69 Punkte auf dem Konto, der drittplazierte Nürnberg kann mit einem Sieg über Braunschweig maximal 62 Punkte erreichen - die Differenz beträgt dann sieben Punkte. Da nur noch sechs Punkte zu vergeben sind, kann der Club aus Nürnberg die Breisgauer jetzt auch rechnerisch nicht mehr einholen.

Christian Streich über den direkten Wiederaufstieg

Duell der Absteiger

Sowohl Paderborn, als auch Freiburg stiegen in der letzten Saison ab. Die Ausgangslage vor dem Spiel konnte dennoch kaum unterschiedlicher sein: Freiburg ging als Tabellenführer mit mehr als doppelt so vielen Punkten wie der Tabellenvorletzte Paderborn in die Partie. Während der Sportclub Freiburg also um die Schale spielte, kämpfte der SC Paderborn um das Überleben in der 2. Liga.

SC Spieler stümen die Pressekonferenz

Paderborn presst in der Anfangsphase

Die ersten Minuten gehörten den abstiegsbedrohten Paderbornern, welche bereits früh ins Pressing übergingen.  Erst nach gut 10 Minuten konnte der Sportclub langsam sein Spiel aufziehen und die Partie besser kontrollieren. In der 14. Minute setzte Philipp eine erste Duftmarke: nach starkem Sprint  durch die gegnerische Hälfte fand seine Flanke aber letztlich keinen Abnehmer. Zwar kontrollierte der SC das Spiel in Folge immer besser, die beste Chance der Anfangsphase konnten aber die Paderborner verbuchen. Nach einem langen Ball aus der eigenen Hälfte konnte Koç auf  Stoppelkamp ablegen der nach ein paar Schritten unbedrängt abzog und nur das Aluminium traf.

Petersen verpasst aus Acht Metern

Den ersten gefährlicheren Schuss für die Breisgauer verbuchte Nils Petersen. Aus Acht Metern verfehlte der Stürmer das Ziel allerdings um einen guten halben Meter. In Folge fand das Spiel keinen richtigen Rhythmus, die meisten Aktionen spielten sich zwischen den Strafräumen im Mittelfeld ab. Paderborn wirkte dabei in den ersten 45. Minuten wacher und gefährlicher, ohne dabei aber wirklich zwingende Aktionen hervorzubringen. Die Breisgauer mühten sich mehr und mehr in das Spiel hereinzukommen, scheiterten aber immer wieder an der gut gestaffelten Abwehr der Paderborner. Torlos ging es dann auch zum Pausentee.

Grifo nach Aufstieg

Doppelschlag nach Wiederanpfiff

Trainer Christian Streich muss in der Halbzeit die richtigen Worte gewählt haben. Direkt nach Wiederanpfiff konnte Franz nach Vorarbeit von Philipp aus Elf Metern Entfernung einnetzen. Kaum zwei Minuten später verbuchte Nils Petersen seinen 21. Saisontreffer. Nach langem Abschlag von Keeper Schwolow war es abermals Philipps Vorarbeit welche diesmal Petersen in Position brachte. Der Stürmer überlupfte den Paderborner Keeper zum 2:0.

Paderborn meldet sich zurück - Aluminium Treffer in Serie

Unter der Mithilfe von SC-Torwart Schwolow meldete sich der SC Paderborn kurz darauf nochmals zurück. Einen direkt auf ihn zugeworfenen Einwurf konnte der Keeper nicht klären, Stoppelkamp nutzte die Situation eiskalt um den Vorsprung zu verkleinern. Die Breisgauer mühten sich zwar in Folge das Spiel zu beruhigen, Paderborn blieb aber gefährlich. Wieder konnte der gut aufgelegte Stoppelkamp gefährlich abschließen, das Aluminium bewahrte den Tabellenführer aber vor dem Ausgleich. Kaum fünf Minuten später hatten die Freiburger abermals Glück: ein Kopfball von Hoheneder wurde von der Torbegrenzung gestoppt.

Alexander Schwolow zum Spiel gegen Paderborn

Intensive Schlussphase

Nach Freiburgs Doppelschlag zu Beginn der zweiten Halbzeit nahm Paderborn den Kampf nun erst recht an. Immer wieder kamen die Paderborner in aussichtsreiche Positionen, hatten das Glück aber nicht auf ihrer Seite.  Freiburg hielt dagegen, und setzte eigene Nadelstiche, wirkte dabei aber nicht immer ganz wach. Pascal Stenzel holte sich in der 87. noch die Ampelkarte ab, Streich wechselte in Folge kräftig durch um Zeit von der Uhr zu nehmen. So waren die Freiburger in einem intensiven Spiel am Ende die Glücklicheren und können den sicheren Aufstieg feiern.

Streich über Saison und Aufstieg

Zweikampf um die Meisterschaft - Freiburgs Restprogramm

Die Freiburger spielen nun noch um die Meisterschaft in der zweiten Bundesliga. Einzig verbleibender Konkurrent um die "kleine Salatschüssel" ist RB Leipzig. Das Team um Trainer Rangnick spielte unentschieden gegen Bielefeld und hat mit fünf Punkten Rückstand nur noch rechnerisch Chancen die Breisgauer vom Thron zu stürzen. Die achteinhalb Kilo schwere Meisterschale der zweiten Bundesliga wird seit der Saison 2008/2009 vergeben - erster Gewinner: der Sportclub Freiburg.
An den letzten beiden Spieltagen finden alle Spiele zur gleichen Zeit statt:

  • SC Freiburg - 1. FC Heidenheim: Sonntag, 08.05 - 15:30h
  • 1. FC Union Berlin - SC Freiburg: Sonntag, 15.05 - 15:30h

Videos der Aufstiegsparty in Freiburg gibt es hier...

Amir Abrashi zum Aufstieg