Landgericht Freiburg, Justiz, © Patrick Seeger - dpa

Prozess gegen Fußballtrainer wegen schwerem sexuellen Missbrauch beginnt

31-Jähriger muss sich vor dem Freiburger Landgericht verantworten

Prozessauftakt vor dem Freiburger Landgericht gegen einen 31-jährigen Fußballtrainer, der sich wegen zahlreicher Straftaten verantworten muss - darunter schwerer sexueller Missbrauch von Kindern in mindestens 21 Fällen. Die Taten sollen zwischen 2007 und 2018 passiert sein. Angesetzt sind fünf Verhandlungstage.

Auch kinderpornografisches Material soll der Mann besessen und verbreitet haben. Seit mehreren Monaten sitzt der Ex-Trainer verschiedener südbadischer Fußballvereine in Untersuchungshaft. Zuletzt war er gar im Leistungszentrum eines Zweitliga-Klubs beschäftigt. Dort soll er für die jüngeren Jahrgänge zuständig gewesen sein.

US-Organisation gegen Kinderpornografie gibt entscheidenden Hinweis

Der 31-Jährige habe die Nähe zu den Jungen ausgenutzt, um sich an ihnen zu vergehen, so die Anklage. Außerdem wird ihm vorgeworfen, Kinder im Dezember 2018 heimlich mit seinem Smartphone fotografiert, die Bilder gespeichert und eines davon auf seinen Instagram-Account hochgeladen zu haben. Zudem soll er mehrere Datenträger mit kinderpornografischem Material besessen haben. Auf den Mann aufmerksam wurden die Ermittler durch einen Hinweis des US-amerikanischen National Center for Missing and Exploited Children (NCMEC), das Internetnutzer ermittelt, die Kinderpornos herunterladen oder verbreiten. Im Zuge der so angestoßenen Ermittlungen kam auch der Verdacht des sexuellen Missbrauchs auf.

Vor dem Freiburger Landgericht sind fünf Verhandlungstage angesetzt. Mit einem Urteil wird am 3. Juli 2020 gerechnet.

(br)