Breisgau S-Bahn, BSB, Elzach, Zug, © baden.fm (Symbolbild)

Mobilitätsknotenpunkt Bahnhof Elzach – Planung geht voran

Ein multimodaler Mobilitätsknotenpunkt am Bahnhof Elzach: Teilweise überarbeitete Planung präsentiert

Leila Braun, die Projektleiterin für den Bau des multimodularen Mobilitätsknotenpunktes am Bahnhof Elzach, stellte kürzlich eine teilweise überarbeitete Planung vor. Im Auftrag der Stadt Elzach wird dieses Vorhaben vom Ingenieurbüro Weiß in Freiburg geplant. Nach einer ersten öffentlichen Anhörung zur ursprünglichen Entwurfsplanung wurden zahlreiche Änderungswünsche geäußert, von denen einige in das neue Planungskonzept aufgenommen wurden.

Gemäß der derzeitigen Kostenschätzung geht die Projektleiterin von einer Investitionssumme von etwa 2,15 Millionen Euro aus. Davon entfallen rund 1.961.120 Euro auf die reinen Baukosten und weitere 190.000 Euro auf die Nebenkosten. Wenn der Gemeinderat der überarbeiteten Planung zustimmt, werden unverzüglich die erforderlichen Förderanträge gestellt. Es wird erwartet, dass Zuschüsse in Höhe von 1,5 Millionen Euro bewilligt werden. Der Baubeginn ist für Ende 2023 oder Anfang 2024 geplant, und die Inbetriebnahme könnte Ende 2024 erfolgen.

Erhöhung der Anzahl der Bushaltestellen

Die bedeutendsten Änderungen wurden aufgrund der Anfragen der Verkehrsbetriebe in Bezug auf die Bushaltestellen vorgenommen. Die Anzahl der Haltestellen wurde von sechs auf acht erhöht. Eine dieser Haltestellen wird als Reserveplatz am Rondell in der Alten Yacher Straße eingerichtet. Sie soll im Bedarfsfall für den Schienenersatzverkehr genutzt werden, falls die Breisgau-S-Bahn ausfallen sollte. Die Verkehrsführung auf dem Gelände selbst, einschließlich der Wendeschleife am Ende, bleibt unverändert. Leila Braun erklärte auch, dass die Zugangstreppe von der Bahnhofstraße aus zum Gelände bestehen bleibt.

Abstimmungsbedarf beim Landratsamt Emmendingen

Das Landratsamt Emmendingen sieht noch Klärungsbedarf. Es plant, den Fuß- und Radweg von Yach aus, der derzeit an der Kreuzung Wittenbachstraße endet, auf der linken Straßenseite talabwärts weiterzuführen. Da jedoch noch keine konkreten Planungen vorliegen, kann dies noch nicht berücksichtigt werden, so Braun. Es ist jedoch auch keine Verzögerung möglich, da sonst das Zeitfenster für die Zuschussgewährung verstreichen würde. Ein Vorschlag der Verkehrsbetriebe war der Bau eines gemeinsamen Dienstgebäudes mit Aufenthaltsraum und Toiletten für die Mitarbeiter sowohl der S-Bahn als auch der Busunternehmen. Zusätzlich ist eine Abzweigung von der Buswendeschleife zu dem dahinterliegenden Gelände in Richtung des Wohnhauses Armbruster geplant. Hier könnte mittelfristig ein neues Wohngebiet entstehen, das über diese Straße erschlossen werden könnte.

Pendlerparkplätze fallen bis auf wenige weg

Eine bislang ungeklärte Frage ist, welche Alternativen zu den Pendlerparkplätzen es geben wird, denn die fallen bis auf einige wenige weg. Schon in der Bauphase wird es in dem Bereich zu Problemen kommen. Es werde aber schon intensiv über Lösungsmöglichkeiten nachgedacht. Es wurde sogar eine Machbarkeitsstudie beauftragt, um die bestehende Parkplatzanlage in Elz aufzustocken. Nach einer ausführlichen Diskussion stimmte der Gemeinderat einstimmig der überarbeiteten Entwurfsplanung, einschließlich der Kostenberechnung, zu. Das Büro Weiß erhielt den Auftrag, die Förderanträge zu stellen und die detaillierte Ausführungsplanung fortzusetzen.

(mm)