Polizei, Schutzweste, Dienstwaffe, © dpa

Mehrere Festnahmen nach Brandanschlag auf Moschee in Weil am Rhein

Die Einsatzkräfte haben in den frühen Morgenstunden insgesamt zehn Wohnungen in Weil am Rhein und Lörrach durchsucht:

Nach dem Brandanschlag auf eine Moschee im Weil-Friedlingen Ende April ist dem Staatsschutz in Baden-Württemberg ein Durchbruch gelungen. Staatsanwaltschaft und Polizei haben am frühen Donnerstagmorgen insgesamt zehn Wohnungen und andere Gebäude in Weil am Rhein und Lörrach durchsucht. Dabei waren sie mit Haftbefehlen auf der Suche nach zwei Verdächtigen mit Verbindungen zur kurdischen Untergrundorganisation PKK.

Brandsätze auf Moschee geschleudert

Zusammen mit weiteren Beteiligten sollen sie mehrere Brandsätze auf die DITIB-Moschee des Türkisch-Islamischen Kulturvereins geworfen haben. Diese waren allerdings an der Fassade zerschellt und konnten so glücklicherweise keinen Brand im Inneren der Häuser auslösen. Kurz nach dem Anschlag war im Internet ein Bekennervideo aus PKK-Kreisen aufgetaucht.

Staatsschutz ermittelt wegen politisch motivierter Straftat

Bei den Durchsuchung mit Polizeihunden konnten die Ermittler die beiden Gesuchten dingfest machen. Es handelt sich um einen 20- und einen 31-Jährigen. Außerdem haben sie fünf weitere Verdächtige vorläufig festgenommen. In den Gebäuden konnte die Polizei zudem verschiedene Beweise sicherstellen. Die Ermittlungen zu den Hintergründen laufen noch.

Die Einsatzkräfte betonen ausdrücklich, dass es bisher keine Hinweise auf einen Zusammenhang mit einem Angriff auf eine Shisha-Bar in Weil am Rhein vom Juni 2016 und zu verschiedenen Pegida-Veranstaltungen um den Jahreswechsel gibt.

(fw)