Altlast, Stolberger Zink, Warnschild, © baden.fm

Giftige Altlasten bei Freiburg-Kappel bleiben vorerst vergraben

Das Erdreich des früheren Stolberger-Zink-Areals im Freiburger Stadtteil Kappel wird nun doch nicht weiter aufbereitet:

Offenbar weil die Kosten zu teuer wären, hat der Projektleiter, die Treubau AG, die geplante Sanierung der Altlasten auf dem Gelände gekippt. Eine Ausschreibung war vorher zu dem Ergebnis gekommen, dass zusätzliche 3,5 Millionen Euro notwendig gewesen wären, um die mit Schadstoffen belastete Erde auf geeignete Deponien umzulagern. Für das Unternehmen nicht wirtschaftlich genug - daher verabschiedet sich die Projektgesellschaft jetzt komplett von den Plänen.

Kein Wohnquartier auf dem Grundstück möglich

Gleichzeitig hat das auch Auswirkungen auf den Freiburger Wohnungsmarkt: Die Altlastensanierung war Grundvoraussetzung für geplante Bauprojekte auf dem Stolberger-Zink-Gelände. Dieses Wohnquartier ist mit der Entscheidung nun ebenfalls vom Tisch. Für die Anwohner besteht nach Einschätzung der Freiburger Behörden hingegen keine Gefahr. Das städtische Umweltschutzamt überwacht weiterhin regelmäßig die Qualität des Grundwassers im Boden.

Umweltbehörde behält Schadstoffe im Auge

Wenn auf der Oberfläche aber keine Häuser gebaut werden, hält es eine Sanierung des Grundstücks nicht für notwendig, heißt es in einem Schreiben, das der baden.fm-Redaktion vorliegt. Bis in die 1950er wurden in Freiburg-Kappel Metallerze aus dem Schwarzwald aufbereitet. Dabei waren teils wohl auch giftige Schwermetall-Verbindungen in den Boden gesickert.


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