Mundenhof, Freiburg, Tierpark, © baden.fm (Symbolbild)

Freiburg verschärft seine Vorkehrungen im Kampf gegen das Coronavirus

Das Tiergehege Mundenhof rechnet am Wochenende mit bis zu 8000 Besuchern, außerdem steht die Wahl zum Behindertenbeirat an

Die Stadt Freiburg verschärft ihre Vorkehrungen im Kampf gegen eine weitere Ausbreitung des neuartigen Coronavirus. Der für die Krisenbewältigung zuständige Verwaltungsstab im Rathaus wird sich nach baden.fm-Informationen ab sofort nicht mehr wöchentlich treffen, sondern täglich: Schon am Freitag (13.03.2020) ist demnach das nächste gemeinsame Treffen von Bürgermeistern, Einsatzkräften, Rettungsdiensten und Gesundheitsbehörden geplant.

Rathaus appelliert an die Eigenverantwortung der Bürger und Gäste

Angesichts des bevorstehenden Frühlingswetters appelliert die Stadtverwaltung außerdem an alle Freiburg-Besucher: Gäste aus dem Risikogebiet Elsass und alle Menschen, die sich nicht ganz gesund fühlen, sollten am Wochenende  besser nicht in den Tierpark Mundenhof. Dort erwarten die Betreiber am Samstag und Sonntag bis zu 8000 Besucher unter freiem Himmel.

Die gleiche Vorsichtsmaßnahme gilt für die Wahl zum städtischen Behindertenbeirat am Sonntag. Zum Schutz von Betroffenen mit Immunschwächen oder anderen Vorerkrankungen sollten alle mit ungeklärten Gesundheitsbeschwerden lieber zuhause bleiben.

Die Wahleröffnung durch den Ersten Bürgermeister Ulrich von Kirchbach und das anschließende Wahlcafé beim Rathaus im Stühlinger sind vorsichtshalber abgesagt, um keine größeren Menschengruppen zu versammeln.

Die Stimmabgabe ist natürlich trotzdem nach wie vor möglich - Wähler sollten nur darauf achten, dass sich so wenige Menschen wie möglich gleichzeitig im selben Raum aufhalten.

Bei den Events bleibt es vorerst beim behördlichen Limit von 1000 Teilnehmern

Schon am Mittwoch hat Freiburg Großevents mit mehr als 1000 Teilnehmern verboten. Dadurch fallen nicht nur Messen und Konzerte, sondern auch größere Sportevents im Stadtgebiet bis Ende März aus. Beim Eishockey hat die DEL2 die Saison vorzeitig beendet, in der Fußball-Bundesliga stehen Geisterspiele vor leeren Stadientribünen an.

Bei allen kleineren Veranstaltungen sind weiterhin die einzelnen Organisatoren in der Veranstaltung. Sie sollten sich mit dem Robert-Koch-Institut oder den regionalen Gesundheitsbehörden abstimmen und dann Entscheidungen treffen.

Um das Ansteckungsrisiko zu minimieren, hat die Stadt außerdem nun selbst noch einmal mehrere kleinere Termine abgesagt, darunter den Besuch des Bibliobusses aus Mulhouse, den Infoabend für Pflegeeltern am 25. März oder das Regiotreffen zum Thema Gemeinschaftsgärten am 13. März.

(fw)

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