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Freiburg: Übernachtungszahlen trotz Bettensteuer leicht gestiegen

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Freiburgs Erster Bürgermeister Otto Neideck trotzt der anhaltenden Kritik seitens der Hotelbranche gegen die beschlossene Freiburger Bettensteuer. Eine erste Bilanz habe ergeben, dass die Übernachtungszahlen trotz Einführung der Pauschalabgabe im Vergleich zum Vorjahreszeitraum in Freiburg sogar leicht angestiegen seien. Gleichzeitig lägen die neu generierten Einnahmen über den getroffenen Erwartungen. Bereits im ersten Halbjahr 2014 hat die Stadtverwaltung so 815.000 Euro eingenommen. Geplant war für das gesamte Jahr eine Summe von 1 Million Euro. Neideck bezeichnete die Abgabe daher als Erfolg. Er wehrt sich außerdem gegen den Vorwurf der Hoteliers, nicht zu Gesprächen bereit gewesen zu sein. In einer Pressemitteilung heißt es sinngemäß, man habe lediglich über Demonstrationen versucht mit ihm Kontakt aufzunehmen und zu wenig auf regulärem Wege.

 

Viele von diesen sehen in der Bettensteuer hingegen weiterhin einen bürokratischen Aufwand, der den Übernachtungsgästen nicht zuzumuten sei. Seit Beginn des Jahres müssen Übernachtungsgäste in Freiburg fünf Prozent ihres Hotel- oder Pensionspreises als Abgabe an die Stadt bezahlen. Davon ausgenommen sind allerdings Geschäftsreisende. Die Hoteliers bemängeln, dass die Unterscheidung in der Praxis zu sehr in die Privatsphäre der Gäste reiche und mit den bereitgestellten Formularen nicht ohne Probleme umsetzbar sei. Sie hätten lieber auf eine freiwillige Abgabe als Alternativkonzept gesetzt.

 

Die neuen veröffentlichten Zahlen sehen manche Vertreter des Hotel- und Gaststättenverbandes skeptisch. Sie vermuten dahinter einen statistischen Trick. Rein faktisch hat es laut Statistischem Landesamt in Freiburg bislang 2,7 Prozent weniger Übernachtungen gegeben. Die Stadt rechne diese Zahl allerdings mit den wegfallenden Übernachtungsangeboten in der Polizeiakademie entgegen, um auf einen positiven Wert zu kommen. Nun scheint ein Streit darüber zu entbrechen, ob das legitim ist oder nicht.

 

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