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Freiburg: Neue Hinweise und falsche Verdächtigungen im Fall Armani

Der Fall um den getöteten Armani aus Freiburg war gestern Thema in der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY ungelöst“. Mehrere Anrufer hätten Hinweise geliefert, allerdings blieb die erhoffte heiße Spur aus. Auch ein zunächst wichtig klingender Tipp über ein mögliches Auto in der Nähe des Rennwegs verlief ins Leere. Die Ermittlungen laufen aber weiter, sagte uns Polizeisprecherin Laura Riske. Die 50-köpfige Sonderkommission wertet inzwischen über 400 verschiedene Hinweise aus. Gleichzeitig befragen die Ermittler jetzt gezielt Kinder auf Freiburger Spiel- und Fußballplätzen, bestätigt Riske weiter.

 

Am Rande der Ermittlungen ist es allerdings inzwischen auch zu einem Fall von mutmaßlichem Rufmord gekommen: Ein anonymer Anrufer hatte bei der Kripo einen 51-jährigen Freiburger der Gewalttat beschuldigt. Die Polizei verhörte diesen anschließend und durchsuchte mit mehreren Beamten seine Wohnung. Wie sich kurze Zeit später herausstellte, hatte der Mann nichts mit dem Verschwinden von Armani zu tun. Trotzdem baute seine Nachbarschaft im Anschluss hohen Druck auf den Mann auf und drohte ihm sogar Gewalt an. So blieb dem zu Unrecht Beschuldigten kaum etwas anderes übrig, als die Stadt zu verlassen. Gegen eine Unterschriftenliste, die Unbekannte im Anschluss gegen ihn anfertigten, will er nun Klage einreichen.

 

Der 8-jährige Armani war vor zweieinhalb Wochen tot an einem Bach in Freiburg-Betzenhausen gefunden worden. Das Ergebnis der Gerichtsmedizin hatte den grausamen Verdacht bestätigt, dass der Junge durch eine Gewalttat ums Leben kam.