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Freiburg: Gewerkschaft warnt Landwirte vor tödlichen Gülle-Gasen

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Mit einer skurrilen Warnung macht am Donnerstag die Branchengewerkschaft IG BAU auf die Gefahren für Landwirte im eigenen Stall aufmerksam: Bei aktuell wieder rasant steigenden Temperaturen können sich dort durch die Gülle der Nutztiere giftige Gase bilden, die bereits nach wenigen Atemzügen zur Bewusstlosigkeit oder sogar zum Tod führen. Besonders heimtückisch sei das Gas, weil der darin enthaltene Schwefelwasserstoff in hohen Konzentrationen den Geruchssinn lähmt. Der typische Gestank nach faulen Eiern ist dann in schlecht belüfteten Ställen für die Bauern überhaupt nicht mehr wahrnehmbar. Gefährlich wird es nach Einschätzung der Experten vor allem dann, wenn die Gülle bewegt oder umgerührt wird, etwa zur Vorbereitung als Düngemittel. Das dadurch entstehende Methan-Luft-Gemisch kann durch Funken oder offenes Feuer schnell zu Explosionen führen. Bei Arbeiten mit Tierdung rät die Gewerkschaft deshalb aktuell zu besonderer Vorsicht.