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Die Lebensretter-App: Wie Smartphone-Technologie Leben rettet

Seit 2012 hat das Smartphone-App-basierte System FirstAED in Dänemark beeindruckende Erfolge bei der Rettung von Menschenleben erzielt.

Ab Mitte 2018 wurde die App speziell für den deutschen Markt weiterentwickelt und angepasst und trägt heute den Namen "Region der Lebensretter". Dieses innovative System ermöglicht es medizinisch geschulten Ersthelfern, blitzschnell zu handeln und lebensrettende Maßnahmen zu ergreifen.

Die Schnelle Alarmierung von Ersthelfern

Die Lebensretter-App spielt eine entscheidende Rolle bei der raschen Alarmierung von medizinisch geschulten Ersthelfern, die in der Nähe eines Unfallortes sind und in das System registriert sind. Dieser wichtige Schritt kann Leben retten, da Minuten in Notfällen oft den Unterschied zwischen Leben und Tod ausmachen.

Die Technologie, die den Unterschied macht

Die App verfügt über einige Funktionen, die sie zu einem unverzichtbaren Werkzeug in der Notfallmedizin machen:

1. Eingehender Notruf über die Notrufnummer 1-1-2

Wenn ein Notruf mit dem Verdacht auf einen Kreislaufstillstand eingeht, beginnt die Lebensretter-App ihre Arbeit.

2. Alarmierung von Einsatzkräften

Gleichzeitig mit der Alarmierung von Rettungswagen und Notarzt wird die nächstgelegene registrierte Gruppe von Ersthelfern über ihre Smartphones lokalisiert und alarmiert. Diese parallele Alarmierung sorgt für eine blitzschnelle Reaktion und eine optimale Ausnutzung der verfügbaren Ressourcen.

3. Einsatzbestätigung der Lebensretter

Die alarmierten Ersthelfer bestätigen ihren Einsatz über die App und können dann die vier nächstgelegenen verfügbaren Ersthelfer auswählen. Diese werden mithilfe der App zum Notfallort oder zum nächstgelegenen Defibrillator navigiert. Diese Funktion ermöglicht eine effiziente Verteilung der Aufgaben vor Ort.

4. Rollenzuteilung der Ersthelfer

Die App sorgt für eine klare Rollenzuteilung der Ersthelfer vor Ort. Nummer 1 übernimmt die Herzdruckmassage am Patienten, Nummer 2 löst Nummer 1 bei der Herzdruckmassage ab, Nummer 3 bringt den nächstgelegenen Defibrillator zum Patienten, und Nummer 4 macht den Einsatzort für den Rettungsdienst zugänglich und weist ihn ein. Diese klare Struktur ermöglicht eine koordinierte und effektive Zusammenarbeit aller Beteiligten.

Ergebnisse sprechen für sich

Die Lebensretter-App hat in Dänemark bereits gezeigt, dass sie Leben retten kann. Ersthelfer-Einsätze haben das reanimationsfreie Intervall halbiert, was bedeutet, dass lebensrettende Maßnahmen schneller ergriffen werden und die Überlebenschancen für die Betroffenen erheblich verbessert werden.

Mehr Informationen über die App findet ihr hier.

(mm)