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Basel: Schiffsunglück im Rhein – drei Schiffe zusammengestoßen

Auf dem Rhein in Basel hat sich am Montagmorgen gegen 8:20 Uhr ein schweres Unglück ereignet. Nahe der Dreiländerbrücke war zunächst aus ungeklärter Ursache ein mit tonnenschwerem Kies beladenes Schiff gekentert. Ein Passagierschiff konnte nicht mehr rechtzeitig ausweichen und prallte mit dem Frachter zusammen, sagte uns die Polizei. Über 150 Reisende waren an Bord des Hotelschiffes. Sie mussten komplett evakuiert werden.

 

Unmittelbar nach dem ersten Aufprall kam es zu einer weiteren Kollision mit einem angedockten zweiten Passagierschiff am Ufer. Die Rettungsarbeiten dauerten bis in den frühen Mittag, es liegen jedoch keine Meldungen über Verletzte oder über Bord gegangene Personen vor. Der Rhein wurde für den Schiffsverkehr an der Stelle gesperrt, unter anderem weil der große Kran des Frachtschiffs nicht ohne Weiteres geborgen werden konnte. Über 100 Einsatzkräfte sind vor Ort, um den Rhein wieder freizuräumen.

 

Der Kiesfrachter war nach einer Havarie führerlos und kopfüber auf dem Rhein vor sich hingetrieben. Die vier Besatzungsmitglieder kamen mit dem Schrecken davon. Das Schiff war ursprünglich unterwegs nach Köln gewesen. Die Rettungskräfte waren nach dem Alarm mit einem Großaufgebot vor Ort, auch Rettungsschwimmer waren im Einsatz.

 

Das Schiffsunglück  hat möglicherweise auch Folgen für die Natur: Aus dem Transportschiff ist eine unbekannte Menge Diesel in den Fluss ausgelaufen, sagte uns die Polizei. Die Behörden haben deshalb für alle Anliegerstaaten am Rhein Alarm ausgelöst. Inzwischen hat sich auch die Basler Staatsanwaltschaft in die Ermittlungen eingeschaltet.