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Am Freiburger Mundenhof startet das 33. Zelt-Musik-Festival

Vom 01. Juli an verwandelt sich der Platz vor dem Freiburger Mundenhofgelände wieder in eine sommerliche Festivallandschaft: Das Freiburger Zelt-Musik-Festival startet dann bei Top-Wetteraussichten in seine 33. Runde. In den kommenden drei Wochen geben sich im Breisgau dann wieder nationale und internationale Musikgrößen die Mikros in die Hand. Den Auftakt macht am Mittwochabend im Zirkuszelt kein Geringerer als Pophymnen-Songwriter Andreas Bourani. Weitere Highlights wären die Deutschrocker von Revolverheld, Jazz-Stimme Melody Gardot oder der frühere Wahlfreiburger und Castingshow-Jurytitan Rea Garvey. Und natürlich darf auch der obligatorische Auftritt von Publikumsmagnet Dieter Thomas Kuhn nicht fehlen. Das komplette ZMF-Programm gibt es hier in einer Online-Übersicht.

VIDEO: Das erwartet die Besucher beim Freiburger Zelt-Musik-Festival

 

Das Lineup scheint anzukommen: Über 40.000 Tickets hat das Team von Veranstalter Marc Oßwald in diesem Jahr schon im Vorfeld verkauft. Für gleich zwölf Auftritte gibt es dabei keine Karten mehr an den Abendkassen - sie sind restlos ausverkauft. Insgesamt erwarten die Festival-Macher - je nach Wetterlage - um die 120.000 Besucher auf dem Gelände.

Und die dürfen sich zum Start auf Sommer pur und kräftige Hitze einstellen. Das Thermometer soll in den kommenden Tagen weit über die 30-Grad-Marke hinausschießen. Das dürfte vor allem den Getränkeumsatz auf dem Festivalgelände kräftig ankurbeln, widerspricht nun aber auch seit Langem einmal dem berüchtigten Klischee des Regenwetters zur ZMF-Eröffnung. Damit es in den Zelten bei tausenden Besuchern und aufgeheizter Stimmung nicht zu heiß wird, sollen die Sicherheitskräfte in den vordereren Reihen vor der Bühne wieder kostenlos Wasser ausgeben. Außerdem sind die Zelte bereits so konzipiert, dass heiße Luft durch drei "Kamine" möglichst schnell abziehen kann.

 

Über den Einsatz von Klimaanlagen hat Oßwald bereits seit Jahren nachgedacht - es fehle aber schlichtweg an einer umweltverträglichen technischen Lösung. Mitten im Freien große umweltschädliche Kühlanlagen aufzustellen, um die Zelte um ein paar Grad herunterzukühlen, hält er für den falschen Weg und es sei auch wirtschaftlich nicht vertretbar, verrät er im baden.fm Interview. Tatsächlich hat das ZMF bereits vielversprechende Versuche mit einer Kühlung, die auf Photovoltaik-Anlagen basiert, verfolgt. Eine einsatzbereite Technik gibt es hier aber noch nicht, heißt es.

 

Über 1,4 Millionen Euro lässt sich der Veranstalter das Festival mit allem Drum und Dran kosten - das entspricht in etwa der Summe der letzten Jahre. Dafür gibt es neben dem Hauptprogramm in Spiegel- und Zirkuszelt auch wieder mehr als 100 Veranstaltungen zum teils kostenlosen Zuhören und Mitmachen. Neben Live-Musik auf der Actionbühne oder vielen Kleinkünstlern und Resident Guests wäre da auch der Bambini-Lauf am 3. Juli oder die Club Nights zu nennen.

 

Auch in diesem Jahr ist das Ticket fürs Konzert dabei gleichzeitig wieder Fahrkarte für Busse und Bahnen der VAG zum Festivalgelände und zurück. Die Shuttlebusse fahren vom Park- & Ride-Parkplatz an der Munzinger Straße über das Rieselfeld direkt zum Mundenhof. Weil dort in den letzten Jahren die Parkplätze zu knapp geworden waren, hatten einige Besucher bisher verbotenerweise auf privaten Parkplätzen auf der Haid geparkt. Viele mussten als böse Überraschung nach den Konzerten ihre abgeschleppten Autos auslösen. Um das in diesem Jahr zu verhindern, hat das ZMF eine Vereinbarung mit dem Dehner-Gartencenter und der Firma MSC getroffen. Dort dürfen Festivalbesucher kostenlos ihr Auto abstellen. Ohne ZMF-Eintrittskarte kostet die Fahrt hin und zurück einen symbolischen Euro. Die Busse fahren abends bis 2 Uhr in die Nacht im 15-Minuten-Takt.