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22-Jähriger muss nach Attacken auf Frauen in Bad Krozingen hinter Gitter

Er hatte mit seinen Übergriffen eine große Debatte um die Sicherheit in der Stadt ausgelöst

Ein 22-jähriger Asylbewerber aus Gambia muss für ein Jahr und fünf Monate ins Gefängnis, weil er im Frühjahr drei Frauen in Bad Krozingen sexuell bedrängt hat. Dazu hat ihn das Freiburger Landgericht am Montag (04.06.2018) verurteilt. In das Urteil sind dabei auch weitere Vorwürfe mit eingeflossen: So soll der junge Mann auch regelmäßig in Freiburg mit Drogen gedealt und Körperverletzungen begangen haben.

Richter über den Angeklagten: "Rundumschlag gegen die Gesetze der Bundesrepublik"

Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der Angeklagte zwei Fußgängerinnen im Februar im Bereich des Bad Krozinger Kurparks angesprochen und im Intimbereich begrapscht hat. Nur wenige Minuten später soll er eine dritte Frau bedrängt haben, mit ihm zu schlafen. Dabei muss er offenbar den Standort seiner Unterkunft erwähnt haben - so konnten ihm die Ermittler später vergleichsweise schnell auf die Spur kommen. Mitte März konnte ihn die Polizei dann festnehmen.

Auch die Aufnahmen von Überwachungskameras in der Umgebung der Tatorte haben den Mann dabei belastet. Weil der Angeklagte bereits vorbestraft war, geht der vorsitzende Richter davon aus, dass eine hohe Rückfallgefahr besteht und deshalb eine Gefängnisstrafe unausweichlich sei.

Sicherheitskonzept in Bad Krozingen angepasst

Bad Krozingen hatte auf die Übergriffe mit einem neuen Sicherheitskonzept reagiert. So haben Stadt und Kur- & Bäder GmbH einen zusätzlichen Sicherheitsdienst zwischen Kurpark und Bahnhofsareal auf Streife geschickt und auch die Zeiten dafür in die Abendstunden ausgeweitet. Neue Beleuchtung sollte außerdem die dunklen Stellen auf dem Parkgelände beseitigen. Umgekehrt hat die Stadt auch Selbstverteidigungskurse für alle Bürger angeboten.

(fw)