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Werkschau Thomas Ranft im Museum für Aktuelle Kunst in Durbach

04. Sep 2018 - 04. Nov 2018

Wuchernde Linien.  
Kleine Werkschau zu Thomas Ranft 

Bis zum 4.11.2018 ist im „Single Room“ des Museums für Aktuelle Kunst in Durbach bei Offenburg eine Werkauswahl des Graphikers Thomas Ranft zu sehen. Unter dem Titel „Die DDR als Land der Graphik“ widmet sich das Museum herausragenden Graphikern Ostdeutschlands, zu denen auch Ranft zu zählen ist. Er ist Absolvent der Hochschule für Graphik und Buchkunst (HGB) Leipzig, lebt heute bei Chemnitz (ehemals Karl-Marx-Stadt) und war Gründungsmitglied der dortigen „Avantgarde-Künstlergruppe“ Clara Mosch (1977-1982), an deren Plein-Air-Aktionen und Experimenten er maßgeblich beteiligt war.

Seine Arbeiten zeichnen sich durch die traumwandlerische Sicherheit und Zartheit der Linie aus. Gespinsthaft entfalten sich Landschaften und Gärten vor den Blicken des Betrachters, in denen es immer wieder neue Formen zu entdecken gibt, je länger man vor ihnen verweilt. Kaum ein anderer Künstler beherrscht die Druckgraphik besser als er, und so gehen in seinem Werk meisterhaftes Können und schier unerschöpflicher künstlerischer Einfallsreichtum eine fruchtbare Verbindung ein.

Thomas Ranft, geboren 1945 in Königssee in Thüringen, lebt und arbeitet bei Chemnitz. Er studierte an der Hochschule für Grafik und Buchdruck in Leipzig und erhielt bereits im Jahr 1976 den Grafikpreis der Europäischen Grafikbiennale in Mulhouse. Ranft war Vorstandsmitglied der Galerie Oben und Gründungsmitglied der Produzentengalerie und Künstlergruppe „Clara Mosch“. 1991 gestaltete er mit Ernst Jandl die Publikation „Der beschriftete Sessel“. Ranft wurde 2003 mit dem Hans Theo Richter-Preis der Sächsischen Akademie der Künste ausgezeichnet und gründete 2009 die Neue Deutsche Grafikgemeinschaft.

Das Museum für Aktuelle Kunst – Sammlung Hurrle Durbach wurde 2010 von Rüdiger Hurrle gegründet. Über mehrere Jahrzehnte hat Rüdiger Hurrle eine Sammlung der Kunst des frühen 20. Jahrhunderts bis heute zusammengetragen, die in ihrer Eigenständigkeit und Komplexität besondere Beachtung verdient.

Das Hauptaugenmerk richtet sich nicht nur auf die international erfolgreichen deutschen „Malerfürsten“ der 80er Jahre, sondern auf die prägenden Vertreter von Gruppen und Bewegungen, die in den vergangenen 60 Jahren Kunstgeschichte geschrieben haben. Neben Präsentationen zum Phänomen der Künstlergruppe zeigt das Museum regelmäßige Wechselausstellungen, deren Bestand durch Leihgaben ergänzt wird.

 

Öffnungszeiten:

Mittwoch bis Freitag: 14 – 18 Uhr

Samstag, Sonntag und an Feiertagen: 11 – 18 Uhr