SWR Kammerkonzert Freiburg 2, © © Veranstalter

SWR Kammerkonzert Freiburg 2

Konrad-Adenauer-Platz 1, 79098 Freiburg im Breisgau
03. Dez 2018
Ab 20:00 Uhr
Ab 14,00€

JOHANNES BRAHMS
Sextett für 2 Violinen, 2 Violen und 2 Violoncelli Nr. 1 B-Dur op. 18
 
Stefan Bornscheuer und Soo Eun Lee, Violine · Ayano Yamazoe und Christian Nas, Viola ·
Markus Tillier und Fionn Bockemühl, Violoncello
 
ARNOLD SCHÖNBERG
Pierrot Lunaire, dreimal sieben Gedichte fur Sprechstimme,
Flöte, Klarinette, Violine, Viola, Violoncello und Klavier op. 21
 
Angelika Lutz, Sprechgesang · Tatjana Ruhland, Flöten · Dirk Altmann, Klarinetten ·
Lukas Friederich, Violine und Viola · Fionn Bockemühl, Violoncello · Petra Menzel, Klavier
 
Wie passen der Spätromantiker Johannes Brahms und der Erfinder der Zwölftonmusik, Arnold Schönberg, zusammen? Passen sie überhaupt zusammen – Arnold Schönberg, Inbegriff des Konzepts des musikalischen Fortschritts und Johannes Brahms, der nach Ansicht seiner Zeitgenossen von Liszt und der neudeutschen Richtung ästhetisch überholt wurde? Arnold Schönberg sah in Brahms den Fortschrittlichen. Beide hatten eine tiefe Skepsis gegenüber der bloßen Wiederholung und betrieben die permanente Variantenbildung und Umformung musikalischer Gedanken. Der strenge Brahms war ein Meister der Variation, zu hören etwa im zweiten Satz des Streichsextetts. Wie oftmals strengste musikalische Formprinzipien und expressive, radikale Ausdrucksmusik zusammengehen, zeigt der melodramatische Zyklus „Pierrot lunaire“ von Schönberg, geschrieben in freier Atonalität.