Offenburger Ensemble

Lange Straße 52, 77652 Offenburg
18. Nov 2018
Ab 11:00 Uhr
Ab 14,20€

Im Frühjahr 1918 war der Komponist Paul Hindemith
Soldat, stationiert im Elsass. In der Freizeit spielte er mit Kameraden Streichquartett. Sie spielten gerade das Quartett von Claude Debussy, als ein Offizier hereinkam mit der Nachricht vom Tod des großen französischen Komponisten. „Wir fühlten hier zum ersten Mal“, schrieb
Hindemith später, „dass Musik mehr ist als Stil, Technik und Ausdruck persönlichen Gefühls. Musik griff hier über politische Grenzen, über nationalen Hass und über die Gräuel des Krieges hinweg“. Im Matinee-Konzert des Offenburger Ensemble erklingen Claude Debussys
„Chansons de Bilitis“ mit der Mezzosopranistin Viola de Galgoczy und Uschi Gross am Klavier und Paul Hindemiths „Kanonische Sonatine“ für zwei Flöten mit Peter Stöhr und Reinhard Holz. Gleich drei Werke gibt es vom ungarischen Komponisten György Ligeti: die Sonate für Viola
solo mit Friedemann A. Treiber und die berühmten
virtuosen Cembalo-Stücke „Continuum“ und „Hungarian Rock“ mit Roman Kühn. Zum Schluss erklingt „Passacaglia und Tanz“ für Streichtrio von Hans Krasa, entstanden im Konzentrationslager Theresienstadt – das letzte Werk des Komponisten vor seinem Tod in Ausschwitz. Mit seiner Kinderoper „Brundibar“ wurde 2002 der Salmensaal eröffnet.