Acoustic Revolution - Finally Folk - 2018, © © Veranstalter

Acoustic Revolution – Finally Folk – 2018

Klosterstrasse 3, 78727 Oberndorf a. N.
23. Sep 2018
Ab 19:00 Uhr
Ab 16,60€

Acoustic Revolution stehen für eine Reduktion auf das musikalisch Wesentliche – und das ist ganz und gar kein Gegensatz zu der Energie, die das Trio mit seiner Musik verbreitet. „Finally Folk“ heißt ihr viertes Album für das zum ersten Mal weder Schlagzeug noch Effekte eingesetzt wurden und das die Songs genauso präsentiert wie sie auch live auf der Bühne gespielt werden.
Der Titel ist vielleicht auch eine zynische Antwort auf die ewige Frage nach der Genre-Schublade ist. Dabei hat das Trio für sich inzwischen längst eine neue geschaffen: Folkpopbluegrasscountryclassicrock fasst mit einem schmunzelnden Auge das zusammen, was die Band mit Banjo, Gitarre, Kontrabass,
Mandoline und geballter Spielfreude präsentiert: Die Eingängigkeit des Pop trifft auf coolen
Bluegrass und Country, verbindet sich mit dem Instrumentarium des Folk und der Power des
Classic Rock zu einem Sound zwischen Pub, Country-Club und Rocker-Kneipe.

Bereits 2003 fanden sich Tom Logan, Germar Thiele und Dennis Hornung in der Cover-Rockband „Undercover“ zusammen , starteten parallel noch ein Nebenprojekt und sammelten Live-Erfahrung. Schließlich wurde der Drang nach eigenen Songs immer größer und es entstand das Album „Living in a Dream“. 2010 entdeckten die Produzenten der Hitschmiede „Valicon“ (u. a. Silbermond, Silly, Faun) das Potential der Band und nahmen mit ihr „Ramble & Roam“ auf. Das Album brachte durchweg positive Kritiken ein, sowie Airplays beim NDR, MDR, BR und bei vielen kleineren Radiostationen. 2011 gewannen sie den Deutschen Rock- und Poppreis in den Kategorien „Beste“ Folkrockband“, „Bester Folkrocksong“ und „Beste Single“. Kurz darauf widmeten sie sich mit dem Album „Haunted by Numbers“ der Allgegenwart der Zahlen und kreierten dabei Hits, die massentauglich, aber eben keine Massenware sind, was nicht zuletzt der Titel-Song bewies.

Mit „Finally Folk“ stellen Acoustic Revolution jetzt erneut ihre Fähigkeit unter Beweis, Vielfalt zu
liefern, ohne das Bewusstsein für den eigenen Stil zu verlieren. Dieser ist beispielsweise auch in
„The Irish Sky“ unverkennbar – ein Instrumental (wie es inzwischen Tradition für die Alben ist), bei
dem die Instrumente in perfekter Harmonie glänzen. Doch auch die restlichen zehn Songs
überzeugen mit bewussten Arrangements, durch die individuell Banjo, Mandoline oder Kontrabass mehr Raum bekommen. Songs wie „Stop the bleeding“, „A song of ice and fire“ (in Anlehnung an die Serie „Game of Thrones“) oder „Vickys Song“ überzeugen dabei mit Gefühl, während die Single-Auskopplung „Lets drink on the times long past“ – eine echte Mitsing-Hymne an die Nostalgie ist. In „Life 2.0“ widmet man sich humorvoll der Allgegenwart der sozialen Medien. Getragen wird der Song genau wie „Raise my hand“ von einem Banjo, das auch den letzten Großstadt-Cowboy noch zum Tanzen bewegt. Ähnlich ist es bei „Not in the mood“, das mit
Coolness zwischen Western- und Piratenabenteuer von Lustlosigkeit erzählt, während „Sing with
us“ die Sehnsucht eines Seemannsliedes mit Anleihen der Folklore vereint. Mit dem EurythmicsCover „Here comes the Rain again“ interpretiert die Band schließlich einen Klassiker der Popgeschichte so eigenständig, als wäre er gerade eben durch ihrer eigene Feder und nicht vor 30 Jahren entstanden. Wie ein Ausrufezeichen für die Idee hinter Acoustic Revolution endet „Finally Folk“ mit dem Cover der Metal-Hymne „Warriors of the World“ von Manowar. Die Stimme von Sänger Tom brilliert neben der dramatischen Melodie mit solch einer Kraft, dass bestimmt auch der größte Metal-Fan in den Refrain mit einstimmen würde. So ist „Finally Folk“ ein erneuter Beweis für die kreative Stärke von Acoustic Revolution, Bekanntes neu zu präsentieren und gleichzeitig eigene Klassiker zu erschaffen.