Fessenheim, Atomkraftwerk, Kernkraftwerk, AKW, © Violetta Kuhn - dpa

Viele neue Erkenntnisse nach Notfallübung zum Kernkraftwerk Fessenheim

Das Regierungspräsidium Freiburg, das an der Katastrophenübung beteiligt war, hat eine positive Bilanz gezogen

Mit einer Übung rund um das Atomkraftwerk Fessenheim im Elsass haben Betreiber und Behörden am Dienstag (12.06.18) die Reaktion auf einen nuklearen Notfall geprobt. 140 Mitarbeiter des französischen Kernkraftwerks an der Grenze zu Baden-Württemberg haben das Warnsystem getestet und einen internen Notfallplan umgesetzt.

Auf deutscher Seite beteiligte sich das Regierungspräsidium Freiburg mit bis zu 70 Mitarbeitern an der Übung, dabei stand der grenzüberschreitende Austausch von Informationen im Vordergrund. Regierungsvizepräsident Klemens Ficht hat nach der Notfallübung eine positive Bilanz gezogen:

Wir haben viele neue Erkenntnisse gewonnen. Insbesondere das Instrument der direkten Telefonkonferenz mit den französischen und Schweizer Behörden hat sich als positive Ergänzung der bestehenden Meldewege erwiesen."

Im Notfall sind Information und Kommunikation das Wichtigste

Das Wichtigste bei einem Ereignis im Kernkraftwerk Fessenheim sei es, rechtzeitig an die relevanten Informationen zu kommen, um eine solche Lage zu bewältigen. Das Szenario der Übung war den Teilnehmern vorab nicht bekannt. Laut einem Sprecher des Regierungspräsidiums wurde am Morgen zunächst ein fiktives Leck in einem Teil der Reaktoranlage gemeldet. Die Übung endete nach gut neun Stunden.

Das älteste laufende Atomkraftwerk Frankreichs gilt Kritikern als Sicherheitsrisiko. Frankreich hat zugesagt, die Anlage zu schließen, der Termin ist aber noch unklar: Zuletzt war bekannt geworden, dass die Abschaltung sich um mehrere Monate bis zum Sommer 2019 verzögern könnte.

 
(la)