Uniklinik Freiburg entwickelt Corona-App

Die Entwickler hoffen Coronavirus-Erkrankungen besser zu verstehen

Das Universitätsklinikum in Freiburg hat seine eigene Corona-App entwickelt. Der „COVID-19 Symptom Tracker“ soll eine bessere Diagnostik ermöglichen, ersetzt aber keinen Arztbesuch.

Die Nutzer der App füllen täglich einen Basisfragebogen aus, welcher etwa fünf Minuten in Anspruch nimmt. Dabei erfragt die App täglich die aktuellen Symptome. Ergeben sich daraus Hinweise, die stark für eine COVID-19-Erkrankung sprechen, erhalten die Nutzer eine entsprechende Nachricht. Die Freiburger Forscher

Die Freiburger Forscher um Prof. Dr. Frederik Wenz, Leitender Ärztlicher Direktor des Universitätsklinikums Freiburg wollen mithilfe der anonymisierten Daten den Verlauf, die Häufigkeit und die zeitliche Abfolge bestimmter Beschwerden sowie Hinweise auf Risikofaktoren auswerten:

Die App ermöglicht eine neue Dimension bei der Datenerfassung. Sie kann damit wichtige Hinweise auf den Verlauf von COVID-19 liefern und möglicherweise sogar helfen, Erkrankungen frühzeitig zu erkennen und somit die Ausbreitung zu verhindern.“

Die App ersetzt dabei nicht einen Arztbesuch oder kann eine Infektion bestätigen oder ausschließen. Sie soll aber den Forschern helfen, Hinweise über den Verlauf und die Ausbreitung des Coronavirus zu generieren. „Ein wichtiger Aspekt ist die hohe Dunkelziffer an Corona-infizierten Menschen, die nicht erkannt oder getestet werden […] Wir hoffen, mit der App und der dazugehörigen wissenschaftlichen Studie einen kleinen Beitrag zu leisten, damit die Corona-Pandemie bestmöglich bewältigt werden kann“, so der stellvertretende Studienleiter Dr. Dr. Fabian Duttenhöfer aus der Klinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie am Universitätsklinikum Freiburg. Nutzen können die App alle Erwachsenen ab 18 Jahren. Je mehr Menschen mitmachen, desto valider werden die Erkenntnisse, so Studienleiter Dr. Dr. Martin Zens.

Die App ist für iOS verfügbar, eine Android-Version folgt in wenigen Tagen. Aktuell existiert eine Sprachunterstützung für Deutsch, Englisch, Spanisch und Französisch. Die App wurde gemeinsam von dem Universitätsklinikum Freiburg und der DESIGN-IT GmbH entwickelt und durch das Land Baden-Württemberg gefördert. Sämtliche Daten werden anonymisiert und verschlüsselt auf einem Server in Deutschland abgelegt.

(dk)