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Freiburg: Südwesten hält an Tierversuchen fest

Im Südwesten werden besonders viele Tierversuche durchgeführt: Rund 544.000 Tiere wurden 2012 bei Versuchen verwendet oder getötet. Deutschlandweit hat es nur in Nordrhein-Westfalen mehr Tier-Experimente gegeben. In den kommenden Jahren könnten es in Baden-Württemberg aber noch deutlich mehr werden, sagte der Landestierschutzbeauftragte im Interview mit der dpa. Grund ist, dass immer mehr Tiere genetisch verändert werden, um als Modelle für menschliche Krankheitsbilder hinzuhalten. Tierschützer bemängeln, dass auch an der Freiburger Albert-Ludwigs-Universität noch nicht komplett auf Tierversuche verzichtet wird. So wurden für einzelne Forschungsgebiete in Pharazeutik, Verhaltensforschung und Medizin hier in den letzten Jahren vor allem Ratten, aber auch vereinzelt Affen eingesetzt. Die Befürworter der Tierversuche sprechen meist von einem notwendigen Übel, da manche Wirkungsweisen von Substanzen nur so erprobt werden können. Gerade im Zusammenhang mit der Entwicklung von Medikamenten für Menschen spielt dabei auch der Sicherheitsaspekt eine bedeutende Rolle. Außerdem hätten sich alle Forschungseinrichtungen an die gängigen Tierschutzgesetze zu halten – ob diese in Deutschland aber ausreichend sind, halten Kritiker für fraglich.