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Südbaden: Flüchtlingsaufnahme wird zur Herausforderung

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Zu viele Menschen, zu wenig Platz

Die Krisenherde dieser Welt scheinen immer mehr zu werden. Die häufige Konsequenz: Millionen Flüchtlinge suche Hilfe und Sicherheit im Ausland. Allen voran sind Europa, Deutschland und auch in Baden-Württemberg. Allein im ersten Halbjahr 2014 sind hier rund 9000 Flüchtlinge angekommen, bis zu 23.000 neue Flüchtlinge könnten noch kommen. Das prognostiziert das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge. Hintergrund der Entwicklung sind vor allem Asylbewerber, die über das Mittelmeer nach Europa kommen, heißt es in einem Schreiben. Bisher war für den Südwesten in diesem Jahr mit 18.000 neu ankommenden Flüchtlingen gerechnet worden.

Neue Wohncontainer als Übergangslösung

Die Stadt Freiburg hat Flüchtlingswohnheim an der Bissierstraße in Freiburg die ersten zusätzlichen Container aufgestellt, um sich übergangsweise auf einen neuen Strom von Asylbewerbern einzustellen. Die Menschen sollen dort notfalls unterkommen, falls für sie keine reguläre Wohnmöglichkeit gefunden wird.

Auch in Emmendingen hat das Landratsamt neben der Gemeinschaftsunterkunft Wohncontainer für Asylbewerber aufgestellt.  Dort sollen weitere 60 Asylbewerber untergebracht werden. Insgesamt hat der Landkreis 1,7 Millionen Euro in die Wohncontainer in Emmendingen und Köndringen investiert. An insgesamt 12 Standorten im Landkreis sind derzeit Asylbewerber untergebracht.

Freiburg als mögliche Erstaufnahmestelle

Die Stadt führt derzeit Gespräche mit dem Land, ob es bald eine Erstaufnahmestelle für Flüchtlinge in Freiburg  geben wird. Eine Stadtsprecherin sagte der Nachrichtenagentur dpa, Freiburg sei grundsätzlich daran interessiert, einen zweiten Standort neben der Landeserstaufnahmestelle in Karlsruhe einzurichten. Schon in den nächsten Wochen könnte die Entscheidung fallen.

Platz wird auch in der Ortenau knapp

Um auf die steigende Zahl von Neuankömmlingen vorbereitet zu sein, müsste der  Landkreis seine Unterkünfte bereits bis 2015 verdoppeln. Notfalls könnte nun das Land eingreifen und den Kommunen Ausnahmeregelungen erlauben. Eigentlich stehen hier jedem Flüchtling ab 2016 mindestens sieben Quadratmeter Wohnraum zu.

Aktuelle Lage in Freiburg

Viele Städte, darunter auch Freiburg, sind dazu angehalten die Asylbewerber aufzunehmen. Eine Aufgabe die gerade derzeit extrem schwer ist und die Alternativen extrem gering sind.