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Jäger protestieren in Stuttgart gegen das neue Jagdrecht

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Obwohl das neue Jagdgesetz schon beschlossen ist, haben Hunderte Jäger heute am Landtag dagegen protestiert.

Rund 2500 Jäger haben am Mittwoch vor dem Landtag in Stuttgart gegen das neue Jagdrecht in Baden-Württemberg protestiert. «Mögen Ihnen unsere Hörner in den Ohren klingen», rief Landesjägermeister Jörg Friedmann den Politikern zu. Auf mehreren Hörnern bliesen die Jäger verschiedene Jagdsignale über den Schlossplatz. Viele Demonstranten trugen typische grüne Jagdkleidung mit orangefarbenen Warnwesten darüber. «Eigenverantwortung statt Gängelei» oder «Nachhaltigkeit braucht Jagd» stand auf Transparenten. CDU-Fraktionschef Guido Wolf nutzte die Demo für einen Wahlkampfauftritt: Nach der Wahl 2016 könne die CDU an der Regierung das Gesetz «besser machen», versprach er und erntete Jubel der Jäger.

Die Argumente der Jagdrecht-Genger:

Aus Jagdrecht wird Naturschutzrecht - und das stört die Gegner des Gesetzes am meisten. Über das Wildtiermanagement und die flexible Unterscheidung in jagbare und geschützte Tiere bekomme der Naturschutz zu viel Mitspracherechte. Mit der zweimonatigen Jagdruhe im Frühjahr wird den Jägern ein wesentliches Instrument zur Regulierung des Bestandes etwa beim Wildschwein genommen. Durch die Beschränkungen der Jagdzeiten und Methoden stelle das Gesetz einen nicht zu tolerierenden Eingriff in das Eigentumsrecht der Grundeigentümer und Jagdgenossen dar. Zudem gelinge es nicht, Bürokratie abzubauen, im Gegenteil. Die Verpflichtung zum Monitoring und zu jährlichen Berichten gleiche einer Bevormundung der Jäger.