Hanflybyrinth, Freiburg, Opfingen, © © badenova

Statt Mais steht in diesem Jahr ein Hanflabyrinth in Freiburg-Opfingen

Das Projekt soll das Bewusstsein für Nachhaltigkeit schärfen

Anfang Mai wurde auf einem Feld in Freiburg-Opfingen Nutzhanf ausgesät. Jetzt ist dort ein 2,7 Hektar großes Hanflabyrinth entstanden. Ab Sonntag (23. 06.2019) bis Ende September können Besucher dieses Labyrinth betreten. In den vergangenen Jahren hatte Landwirt Erwin Wagner dort ein Labyrinth aus Mais oder Sonnenblumen stehen. Nutzhanf ist auch für ihn eine Premiere. Da der Hanf im Gegensatz zu Getreide sehr schnell wächst, nämlich bis zu vier Meter hoch, hat Unkraut keine Chance. Zudem konnte beim Anbau von Hanf komplett auf Pestizide verzichtete werden.

Der Anbau des Nutzhanfs ist aber trotz der fehlenden berauschenden Wirkung meldepflichtig und unterliegt strengen Auflagen“

so Landwirt Erwin Wagner.   

Im Inneren des Labyrinths können die Besucher an sieben Stationen mit haptischen und auditiven Erlebnissen die Auswirkungen unseres aktuellen Lebensstils erfassen.

Der Verein "Eine Welt Forum Freiburg" hat das Feld in Opfingen als außerschulisches Bildungskonzept entwickelt. Ziel des Projekts ist es, das Bewusstsein für den nachhaltigen Umgang mit der Natur zu  schärfen. Außerdem möchte der Verein für eine klimaneutrale und ressourcenschonende Lebensweise sensibilisieren und Alternativen aufzeigen.

Der Hanf wird nach der Schließung zu Öl weiterverarbeitet

Nach der Schließung des Hanflabyrinths Ende September wird der Hanf geerntet und von Teikei-Hanföl aus Freiburg zu hochwertigem, kaltgepresstem Hanföl verarbeitet. Das "Eine Welt Forum Freiburg" ist über jede Unterstützung zur Vorfinanzierung dankbar. Das Öl soll danach nach dem Prinzip der solidarischen Landwirtschaft geteilt werden. Ein Liter entspricht dabei einem Ernteanteil.

Das Projekt zeigt in seiner Vielfältigkeit wunderschön auf, wie Bildungsarbeit zum Thema Nachhaltigkeit modern und ganzheitlich angegangen werden kann: Von der Auswahl der Nutzpflanze, über die Stationen – welche größtenteils aus recyceltem Material entstehen – bis hin zur Weiterverarbeitung des Hanfs nach der Ernte"

sagt der Leiter des badenova-Innovationsfonds für Klima- und Wasserschutz, Richard Tuth. Finanziell gefördert wird das Labyrinth aufgrund seiner Einmaligkeit und des Umweltbildungscharakters mit 74.000 Euro.

Während der Öffnungszeiten werden im einem separaten Bereich auch Workshops, Vorträge und Konzerte angeboten.  

(andu)