Christian Streich, Trainer, SC Freiburg, © Patrick Seeger - dpa

Profi-Fußballer in Baden-Württemberg nehmen Training wieder auf

SC Freiburg geht zunächst in Zweiergruppen mit je einem Trainer auf den Platz

Gute Nachrichten für die Profi-Kicker im Land. Seit dem heutigen Dienstag (7. April 2020) dürfen die Mannschaften der ersten und zweiten Fußball-Bundesliga wieder in Kleingruppen trainieren. Auch der SC Freiburg nimmt das Training wieder auf. Unter "strengsten Abstands- und Hygieneauflagen" dürfen die Einheiten mit maximal fünf Personen gleichzeitig stattfinden, meldet das Sozial- und Kultusministerium.

Spieler sollen zuhause duschen

Die Trainingseinheiten dürfen demnach nur im Freien erfolgen. Spielsituationen, in denen ein direkter Körperkontakt möglich ist, bleiben untersagt, heißt es in der Verordnung. Den Spielern wird empfohlen, bereits umgezogen zum Training zu erscheinen und zu Hause zu duschen. Auch dürfen die Trainingseinheiten nur auf dem vereinseigenen Trainingsgelände erfolgen.

Umfassendes Gesamtkonzept erarbeitet."

Diese Auflagen setzt auch der Sportclub um. Bei den Freiburgern sind zunächst reduzierte Einheiten mit je zwei Spielern und einem Trainer angesetzt. Inhaltlich dürften die Einheiten taktische und balltechnische Elemente enthalten, keine Zweikämpfe oder Spielsituationen. Der Ablauf sei so konzipiert, dass sich die Kleingruppen untereinander nicht begegnen. „Wir haben ein umfassendes Gesamtkonzept zur möglichen weiteren Vorgehensweise erarbeitet", sagt SC-Vorstand Jochen Saier. Athletiktrainer Daniel Wolf ergänzt: "Aus Sicht der Trainingssteuerung ist es für die Profis wichtig, sich langsam wieder an die fußballspezifischen Belastungen zu gewöhnen." Durch gezielte Einheiten mit dem Ball auf könne Verletzungen vorgebeugt werden, wenn die Saison fortgesetzt werde. Weiterhin trainieren die Profis zusätzlich zuhause.

Regelung für andere Profisportler geplant

Die Genehmigung gilt bislang nur für den Fußball. Für andere Profi-Sportarten und Berufssportler arbeite das Sozialministerium derzeit an einer Sonderregelung, die den Trainingsbetrieb wieder erlaubt - unter strengen Hygieneauflagen. Unter anderem sind Trainingsgeräte sind nach jeder Benutzung intensiv zu reinigen und zu desinfizieren. Kontakte außerhalb des Trainingsgeländes gilt es möglichst zu vermeiden.

Der Spielbetrieb in erster und zweiter Bundesliga ruht noch bis mindestens 30. April. Amateur- und Freizeitsportstätten bleiben auf unbestimmte Zeit gesperrt.

(br)