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Misshandlungsvorwürfe in Offenburger Kita

Betroffen ist die Kinderkrippe "Mühlbachhopser"

In Südbaden gibt es wohl einen weiteren Fall von Misshandlungen in einer Kita. Drei pädagogische Fachkräfte in der Kinderkrippe "Mühlbachhopser" in Offenburg sollen Kinder wiederholt zum Essen und zum Schlafen auf Befehl gezwungen und auch sonst fragwürdige Methoden angewandt haben. In einer Pressemitteilung des Trägervereins "Eltern-Kind-Zentrum Offenburg e.V." ist unter anderem die Rede von "unzulässigen Bestrafungen und pädagogisch fragwürdiger Behandlung". Konkret ging es dabei wohl um "Einnahme von Mahlzeiten, Einhalten von Ruhezeiten und Einschränkung von Bewegungsfreiheit."

Trägerverein entlässt die drei Beschuldigten

Direkt nach Bekanntwerden der schwerwiegenden Vorwürfe hat der Trägerverein die drei Beschuldigten am 7. Juni 2019 erst mit sofortiger Wirkung freigestellt und wenige Tage später entlassen. Geschäftsführer Thomas Hauser und die Vorstandsmitglieder waren nach eigenen Aussagen geschockt, als sie von den Vorwürfen erfuhren. Das beschriebene Fehlverhalten verstoße nicht nur gegen das pädagogische Konzept der Kinderkrippe, sondern auch gegen den allgemeinen Schutz des Kindeswohles, so der Trägerverein. Bei der Polizei wurde schon Anzeige gegen die drei Beschuldigten erstattet und die Aufsichtsbehörde (KVJS) informiert. Der Vorstand hat den Behörden volle Kooperation zugesichert und will eine lückenlose Aufarbeitung der Vorfälle. Die Polizei und Staatsanwaltschaft Offenburg ermitteln. Die Kinderkrippe "Mühlbachhopser" ist eine Betreuungseinrichtung für Kleinkinder von ein bis drei Jahren.

(rg)