Landesweite Warnstreikwelle bei der Telekom erreicht auch Offenburg

Weil alle Verhandlungen ohne konkretes Ergebnis blieben, greift ver.di jetzt zu Arbeitsniederlegungen

In ganz Baden-Württemberg ruft die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di die rund 5000 Beschäftigten bei der Deutschen Telekom ab sofort zu Warnstreiks auf, also rein rechnerisch jeden fünften Telekom-Mitarbeiter im Land. Die ersten Protestaktionen sind dabei am Freitag (09.03.2018) in Stuttgart, Heilbronn, Rottweil und auch Offenburg geplant. Hier haben die Angestellten in der Service- und Techniksparte des Konzerns bereits seit dem frühen Morgen ihre Arbeit niedergelegt. Folge könnten unter anderem längere Wartezeiten bei den Hotlines sein.

Service- und Techniksektor der Telekom betroffen

Hintergrund ist, dass sich die Gewerkschaft mit der Telekom bei der zweiten Verhandlungsrunde am Donnerstag nicht einigen konnte. Nach Angaben von ver.di hat das Unternehmen dabei schlichtweg kein Angebot vorgelegt. Verhandlungsführer Frank Sauerland spricht dabei von einer "Verschleppungstaktik". Er sieht genügend Geld für die Forderungen der Mitarbeiter vorhanden, auch weil die Jahresbilanz bei der Telekom für 2017 weitgehend positiv ausgefallen ist.

ver.di fordert unter anderem 5,5 Prozent mehr Geld über zwölf Monate und bessere Vergütungen für Azubis und Dualstudenten von 75 Euro mehr. Dabei geht es nach eigenen Angaben vor allem darum, die Einkommen gerechter zu gestalten. Über die befristeten Warnstreiks möchte die Gewerkschaft unter anderem den Druck auf den Arbeitgeber erhöhen. Von diesem gab es zunächst kein offizielles Statement zu den Streiks. Die nächste Verhandlungsrunde steht dann am 21. und 22 März in Berlin an.

(fw)