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Kultusministerin Eisenmann weiterhin gegen kostenlose Kita-Betreuung

Die Höhe der Gebühren kann sich von Gemeinde zu Gemeinde bisher stark unterscheiden

Eltern in Baden-Württemberg müssen auch weiterhin Gebühren für die Betreuung ihrer Kinder in Kitas zahlen. Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) hat sich am Montag (31.12.2018) erneut gegen eine kostenfreie Nutzung solcher Betreuungsangebote gestellt, wie es sie bereits in einigen anderen Bundesländern gibt.

Jeden Cent, den der Staat in eine  Gebührenfreiheit für die Familien investiert, würde an anderer Stelle bei den Kindertagesstätten wieder fehlen - etwa bei Erziehungs-Inhalten, bei der Sprachförderung oder qualifizierten Fachkräften. Dort wird das Geld aus Sicht von Eisenmann dringender benötigt.

SPD fordert Volksbegehren für gebührenfreie Kitas

Auch die neuen Finanzmittel vom Bund über das so genannte "Gute-Kita-Gesetz" sollen vor allen Dingen für mehr Qualität an den Kitas sorgen. Darauf habe sich die Landesregierung bereits mit den einzelnen Kommunen geeinigt, so die Ministerin.

Auch ansonsten hält Eisenmann eine kostenlose Kinderbetreuung für sozial nicht gerecht, weil auch Besserverdienende dann keinen Beitrag zahlen müssten. Anders sieht das die SPD in Baden-Württemberg. Sie hat für den 7. Januar 2019 den Startschuss für ein Volksbegehren für gebührenfreie Kitas im Südwesten angekündigt.

(fw)