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Kinomitarbeiter in Freiburg haben gestreikt

Einzelne Vorstellungen konnten offenbar nicht wie geplant stattfinden

Wer Samstagabend (23.03.19) einen Film im Freiburger Cinemaxx sehen wollte, der musste unter Umständen etwas Geduld mitbringen. Grund ist, dass die Kinomitarbeiter gestreikt haben. Dazu aufgerufen hatte die Vereinigte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di. Ihr Ziel war es, durch den befristeten Streik den Druck auf die Arbeitgeber in der aktuellen Tarifrunde zu erhöhen.

In der letzten Verhandlungsrunde war ver.di ihnen nach eigenen Angaben entgegenkommen. Insgesamt gab es schon vier Verhandlungsrunden, alle blieben bislang aber ohne Ergebnis. Der zuständige ver.di-Sachbereichsleiter Lutz Kokemüller wünscht mindestens 9,50 Euro für die kommenden zwei Jahre. Zuvor wurden bereits 10 Euro als Einstiegsgehalt gefordert. Momentan sollen manche Mitarbeiter nur auf dem Mindestlohn-Level liegen. Kokemüller sagte uns dazu:

Die Kinobranche gehört zum Niedriglohnbereich. Von den mageren Löhnen können die (...) Mitarbeiter die teuren Lebenshaltungskosten kaum bestreiten. Denjenigen die längerfristig in der Branche arbeiten droht Altersarmut. Wir fordern daher Löhne die zum Leben reichen.

Die Tarifkommission erhofft sich für die Kinomitarbeiter in den nächsten zwei Jahren Löhne zwischen 10 und 17 Euro. Umgekehrt bedauert Kokemüller, dass es durch den aufgebauten Druck bereits einzelne Kinostandorte zu bleiben mussten. Die Verhandlungen ziehen sich inzwischen rund drei Monate hin.

(af)