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Größere Tempo-30 Zonen – auch in Südbaden

baden.fm Reporter Benedikt Wenk erklärt die Vorteile zu einer Tempo-30 Zone

In vielen Städten müssen sich Autofahrer vielleicht schon bald auf größere Tempo-30-Zonen einstellen –

und das auch auf den Hauptverkehrsstraßen.

Die Bundesregierung will damit den Verkehr in der Nähe von Schulen, Kliniken oder Altenheimen sicherer machen. Verkehrspsychologen begrüßen die Forderung:

Geplant ist außerdem, dass Eltern bald mit ihren Kindern zusammen auf Gehwegen Fahrrad fahren dürfen.

Ein Verkehrspsychologe erklärt die Vorteile einer Tempo-30 Zone

Wirkung auf Verkehrsmengen (ADAC)

Hauptverkehrsstraßen haben die Aufgabe, große Verkehrsmengen aufzunehmen und so Wohngebiete und Anliegerstraßen zu entlasten. Diese Funktion können sie nur erfüllen, wenn sie ausreichend attraktiv und leistungsfähig sind. Wenn Tempo 30 auf Hauptverkehrsstraßen dazu führt, dass auch nur ein kleiner Teil der Autofahrer auf das durch Wohngebiete führende untergeordnete Straßennetz ausweicht, steigt dort die Verkehrsmenge nennenswert an. Dies ist hinsichtlich der Lärmbelastung, der Schadstoffsituation und vor allem der Verkehrssicherheit äußert kontraproduktiv.

Keine nenneswerte Verbesserung der Luftqualität bei Tempo 30 (ADAC)

Die berechneten Emissionen von Stickoxiden konnten lediglich um 4 % und die von Dieselruß um 3% gemindert werden.  Bei der gemessenen Immissionsbelastung wa-ren ebenfalls keine signifikanten Unterschiede zu Tempo 50 feststellbar. Stattdessen kann durch ein Stau vermeidendes Verkehrsmanagement eine Verringerung der NO2 (Stickstoffdioxid)-Zusatzbelastung um 10 % erzielt werden.