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Gefängnisstrafe nach Stoß von Freiburger Wiwilí-Brücke

Diese brutale Attacke hätte nach Ansicht des Gerichts auch schnell tödlich enden können:

Weil er letzten Sommer einen Mann von der blauen Wiwilí-Brücke am Freiburger Hauptbahnhof gestoßen haben soll, muss ein 45-jähriger Mann für zwei Jahre und sechs Monate ins Gefängnis. Dieses Urteil hat das Amtsgericht am frühen Montagabend gefällt - ein gutes Jahr weniger, als die Staatsanwaltschaft gefordert hatte.

Der arbeitslose Bäcker soll sein späteres Opfer zunächst nach betrunken einer Zigarette gefragt haben, so die Anklage. Im Anschluss hatte er den 30-Jährigen einfach von der Mauer am Rande der Brücke geschubst.

Aus viereinhalb Metern auf den Beton gestürzt

Beim Sturz aus viereinhalb Metern Höhe hat sich der Mann schwer verletzt, wie durch ein Wunder überlebte er den Aufprall aber. Nach Ansicht des Gerichts hat der Angreifer jedoch in Kauf genommen, dass sein Opfer ums Leben hätte kommen können.

Wie berauscht der 45-Jährige durch Alkohol und wohl auch Cannabis tatsächlich war, ließ sich bei seiner Festnahme eine Woche nach der Tat nicht mehr herausfinden. Zusätzlich zur Gefängnisstrafe muss er dem 45-Jährigen nun auch 10.000 Euro Schmerzensgeld plus den ausgefallenen Lohn zahlen. Noch ist das Urteil nicht rechtskräftig.