Freiburg: Wenn statt Benzin Diesel aus dem Zapfhahn kommt

In Freiburg mussten mindestens 34 Autos nach dem Tanken in die Werkstatt. Aus der Zapfanlage an einer Tankstelle im Stadtteil Mooswald war Ende September zunächst unbemerkt Diesel anstatt Benzin gekommen und umgekehrt. Als die Kunden ihre Autos daraufhin starten wollten, sprangen diese schlichtweg nicht mehr an oder erlitten sogar einen Motorschaden.Der Tankstellenbetreiber weist die Schuld von sich. Über seinen Anwalt heißt es, dass der folgenschwere Fehler wohl beim Befüllen der Tankstelle durch den Spritlieferanten passiert sein muss.

 

Benzin ist im Regelfall viel leichter zu entzünden als Diesel. Um es im Motorinneren zu den kontrollierten Explosionen kommen zu lassen, die das Fahrzeug letztendlich antreiben, ist beim Dieselkraftstoff ein viel höherer Druck notwendig. Wenn ein Benziner nun mit Diesel getankt wurde, können die Zündkerzen das Gemisch nicht zünden, der Motor geht einfach aus. Wenn die Leitungen von einem KFZ-Fachbetrieb im Anschluss ausgepumpt werden, sind die Chancen hoch, dass kein schwerwiegender Schaden entsteht.

 

Ein Dieselfahrzeug fährt zunächst jedoch auch mit Benzin im Tank. Durch die niedrigere Zündtemperatur gerät vereinfacht gesagt aber der Rhythmus im Motor durcheinander: Es kommt zu Stottern und Klopfen. Nach einigen Kilometern verstopfen dann die empfindlichen Einspritzdüsen des Motors. Hier erwartet den Besitzer eine deutlich teurere Reparatur.