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Freiburger Innenstadt soll sauberer werden

So will die Stadtreinigung für mehr Sauberkeit sorgen

Freiburgs Oberbürgermeister: "Wir sind halt 'ne Großstadt!"

Freiburg reagiert auf die anhaltende Diskussion über die Sauberkeit in der Innenstadt. Die Stadt hat zusammen mit der städtischen Abfallwirtschaft ASF heute ein neues Maßnahmenpaket vorgestellt. Der Geschäftsführer der ASF, Michael Broglin, hat sie heute gegenüber baden.fm aufgezählt:

 

  1. Um die Urinverschmutzung in Freiburg in den Griff zu bekommen, wird die ASF künftig wöchentlich die Problembereiche reinigen
  2. Am Wochenende wird die ASF personell aufstocken, weil dort besonders viele Menschen in der Stadt sind, zB. zum shoppen
  3. Es wird eine neue Stelle aufgemacht, die die Aufgabe hat, Fastfood-Verpackungen und Coffee-to-go-Becher aufzusammeln
  4. Die ASF wird sich künftig verstärkt um den den Bahnhof kümmern
  5. Gegen wild abgestellte Fahrräder in der Stadt wird es künftig Aktionen geben, so dass die Fahrräder öfter aufgesammelt werden
  6. Hausbesitzern, Mietern und Gewerbetreibenden wird künftig ein sog. "Vollservice" angeboten. Für ein paar Euro mehr, werden gelbe Säcke öfter abgeholt

 

Einige der Maßnahmen greifen bereits, einige müssen nur durch den Gemeinderat. Außerdem ist noch ein Gespräch mit den Akteuren, also Einzelhändlern, dem Handelsverband, "Z' Friburg in der Stadt", Verein WIR e.V., "Gastliches Freiburg", Gastronomie und Hottellerie und Lokalverein geplant.

Insgesamt erhofft sich die Stadt, ASF und FWTM dadurch noch mehr Sauberkeit.

Freiburgs Oberbürgermeister Dieter Salomon verwies heute aber auch darauf, dass die Stadt "vergleichsweise sauber" ist. Er zeigte auf zwei neue Studien, wonach die Stadt beim Punkt Sauberkeit mit die höchsten Werte erreicht. Für die Studie wurden Nicht-Freiburger befragt. Dennoch nimmt die Stadt nach Salomons Worten die Bedenken der Einzelhändler und Gastronomen ernst und hat jetzt entsprechende Maßnahmen eingeleitet oder plant diese.

Der erste Bürgermeister, Otto Neideck, betonte in seiner Rede, dass Freiburg ein "Oberzentrum" ist, also eine attraktive Stadt in die regelmäßig hunderttausende Menschen kommen. Zum Thema Bettler und Obdachlose erklärte er, dass die Polizei bereits eine Spezialtruppe zusammengestellt hat und kontrolliert. Auch Streetworker sind unterwegs. Die Stadt - so Neideck - hat bei diesem Thema aber eine hohe Toleranzgrenze. Obdachlose und Bettler gehören zu dem Bild einer Großstadt.