© B. Wylezich - Fotolia.com

Freiburg beschließt nächtliches Tempo 30 auf weiteren Hauptverkehrsachsen

Es geht darum, dass Anwohner auf den stark befahrenen Straßen nachts ruhiger schlafen können sollen

Für einen besseren Lärmschutz in der Nacht hat der Freiburger Gemeinderat am Dienstagabend (24.04.2018) mehrheitlich eine Ausweitung der nächtlichen Tempo-30-Zone auf vielen wichtigen Verkehrsrouten durch die Stadt beschlossen.

Diese Verkehrskonzeptsentscheidung ist Teil eines größeren Lärmaktionsplanes. Falls das Regierungspräsidium den Vorstoß absegnet, dann geht es auf vielen größeren Straßen im gesamten Stadtgebiet zwischen 22 und 6 Uhr nachts bald nur noch deutlich langsamer voran.

Straßen im kompletten Stadtgebiet wären betroffen

Vorgesehen ist das ganze unter anderem für die Basler Straße, die Merzhauser Straße, die Stefan-Meier-Straße und auch die Zähringer Straße, sowie für die Verlängerungen von Eschholz- und Schwarzwaldstraße, wo auf Teilen ohnehin bereits eine entsprechende Verordnung gilt. Auf der Habsburgerstraße will die Stadt das Tempolimit erst einmal nur testen.

Was halten Sie vom beschlossenen Tempolimit auf vielen Freiburger Hauptverkehrsachsen zwischen 22 und 6 Uhr?

  • Positiv, weil es die Anwohner tatsächlich vor Lärm schützt und ein deutliches Zeichen setzt.
  • Negativ, weil es den Verkehr in der Stadt noch weiter ausbremst oder nicht effektiv ist.
Abstimmen

Was halten Sie vom beschlossenen Tempolimit auf vielen Freiburger Hauptverkehrsachsen zwischen 22 und 6 Uhr?

Vielen Dank für's Abstimmen!

  • Positiv, weil es die Anwohner tatsächlich vor Lärm schützt und ein deutliches Zeichen setzt.
    17,0%
  • Negativ, weil es den Verkehr in der Stadt noch weiter ausbremst oder nicht effektiv ist.
    83,0%

Sie müssen Cookies zulassen, um abstimmen zu können.

Hopla, etwas ist schief gegangen!

Laden Sie die Seite neu und stimmen Sie erneut ab.

Gleichzeitig sieht das beschlossene Konzept der Stadt laut Sitzungsvorlage auch vor, dass entlang dieser Straßen gleichzeitig auch stärker kontrolliert wird: Denkbar sind hier vor allem zusätzliche stationäre oder mobile Radarfallen. Dort, wo sowieso bereits wegen Schulen, Pflegeheimen und anderen Einrichtungen lokale Geschwindigkeitsbegrenzungen gibt, setzt sich das Rathaus nun beim Verkehrsministerium in Stuttgart dafür ein, dass dort der Verkehr auch tagsüber dauerhaft auf maximal 30 Kilometer pro Stunde gedrosselt wird.

Zusätzliche Blitzer, um Tempolimit auch zu kontrollieren

Aber auch auf den öffentlichen Nahverkehr soll die nächtliche Neuregelung Auswirkungen haben: Die Freiburger Verkehrs AG befürchtet, an den Fahrplänen schrauben zu müssen, falls auch Busse und Bahnen künftig nach 22 Uhr langsamer fahren müssen.

Denn auch die Trams wären nach aktueller Gesetzeslage an einigen Stellen an die Tempo-30-Regel gebunden. Alternative wäre für das Verkehrsunternehmen bloß, zusätzliche Fahrzeuge anzuschaffen, um die vorgesehenen Abfahrtszeiten trotzdem einhalten zu können.

(fw)