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Freiburg: 130 neue Uniklinik-Azubis starten in Ausbildungssaison

 

In ganz Baden-Württemberg sind am Montag wieder 39.800 junge Azubis ins Berufsleben gestartet – gleich 130 neue sind dabei in dieser Ausbildungssaison bei Südbadens größtem Arbeitgeber untergekommen: Die Uniklinik Freiburg bietet den angehenden Krankenpflegern, OP-Assistenten oder auch Mechatronikern und Feinwerkmechanikern  ein recht breites Spektrum an Möglichkeiten zur Spezialisierung an. Erste Schritte dürfen die Berufsanfänger dort nämlich schon längst nicht mehr bloß in den medizinischen Berufen machen. Die Nachwuchsförderung wird auch im nicht-medizinischen Bereich des Krankenhauses immer wichtiger. Nur das reibungslose Zusammenspiel aller Sparten gewährleistet einen erfolgreichen Klinik-Alltag. Insgesamt bereitet die Freiburger Uniklinik aktuell 900 junge Menschen auf ihr Berufsleben vor und stellt sich mit dieser Bilanz gegen den Landestrend.

 

Baden-Württemberg: 740 Ausbildungsverträge weniger

 

Dort müssen die Industrie- und Handelskammern im Vergleich zum August 2013 zum dritten Mal im Folge einen Ausbildungsrückgang von fast zwei Prozent einstecken. An den Betrieben und Unternehmen im Südwesten haben sich damit noch einmal 740 junge Menschen weniger für eine Lehrstelle angemeldet als zuvor. Zum einen liegt das am grundsätzlichen Schwund von Schulabgängern.  Schuld daran soll jedoch nicht nur der demografische Wandel sein. Weil immer mehr Schüler das Abitur machen oder ein Studium anstreben, fehlen Branchen mit niedrigeren Qualifikationsstufen immer öfter die passenden Bewerber.

 

Rund 6000 Lehrstellen bleiben offen

 

Die IHKs rechnen damit, dass im Land rund 6000 Ausbildungsplätze unbesetzt bleiben. Auf der anderen Seite haben auch etliche Interessierte keine passende Azubistelle gefunden. Der Stuttgarter Hauptgeschäftsführer Andreas Richter fordert deshalb auch die Unternehmen zu einem Umdenken auf. Ihnen müssen in den Betrieben bessere Chancen und ein attraktiveres Gehalt, sowie Mitbestimmungsmöglichkeiten und eine Vereinbarkeit von Familie und Beruf geboten werden, wenn sie dort wirklich als Fachkräfte erhalten bleiben sollen. Gerade im Umgang mit den jungen Berufsanfängern gebe es starken Nachholbedarf, heißt es weiter.

 

Auch Unternehmen müssen attraktiver werden

 

TV Südbaden berichtet heute Abend bei Südbaden Aktuell, wie das Ungleichgewicht zwischen frustrierten Ausbildungsbewerbern und unbesetzten Lehrstellen zustande kommt. Gleichzeitig zeigen wir am Beispiel der Freiburger Uniklinik, wie sich die Ausbildungssituation heute konkret darstellt.