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Fluchthelfer von Zell-Riedichen zu Bewährungsstrafe verurteilt

Der 27-Jährige bekommt 1,5 Jahre auf Bewährung

Die Tat hatte Ende April 2020 weit über Südbaden hinaus für Entsetzen gesorgt: Zwei Brüder sollen in Zell-Riedichen im Landkreis Lörrach einen Arbeitskollegen ausgeraubt und getötet und einen weiteren schwer verletzt haben. In dem Fall hat es jetzt ein erstes Urteil gegeben: Der mutmaßliche Fluchthelfer der beiden Männer musste sich am Mittwoch (12.08.2020) vor dem Amtsgericht Bad Säckingen verantworten. Er soll die beiden Brüder nach ihrer Tat mit dem Auto abgeholt und nach Frankfurt am Main gefahren haben. Dort wurden die beiden mutmaßlichen Täter einen Tag nach der Bluttat festgenommen.

Verurteilung wegen Beihilfe

Das Amtsgericht Bad Säckingen verurteilte den 27-Jährigen wegen Beihilfe zum gemeinschaftlichen Raub und der gefährlichen Körperverletzung zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr und sechs Monaten. Diese Freiheitsstrafe wurde zur Bewährung ausgesetzt. Das Urteil ist auch schon rechtskräftig. Das Gericht war der Auffassung, dass der Angeklagte nichts von dem Tötungsdelikt wusste, als er die Brüder abholte. Er wusste nur, dass sie von Kollegen gewaltsam Geld entwenden wollten. Mit seinem Auto verhalf er ihnen dann zur Flucht.

Prozess gegen die Haupttäter beginnt im September

Die beiden Haupttäter müssen sich unter anderem wegen Mordes und schweren Raubes mit Todesfolge vor dem Landgericht Waldshut-Tiengen verantworten. Der Prozess soll im September beginnen. Der genaue Termin steht noch nicht fest.

(rg)