Ettenheim: Mobbingvorfälle bei Aldi in Mahlberg erneut vor Gericht

Sie sollen einen Auszubildenden mit Frischhaltefolie an einen Pfosten gefesselt und sein Gesicht mit einem Filzstift bemalt haben.
Vor dem Amtsgericht Ettenheim hat am Morgen ein weiterer Prozess gegen zwei Aldi-Mitarbeiter wegen Freiheitsberaubung begonnen. Einer von ihnen ist mit dem Opfer eigentlich noch heute eng befreundet. Sein Anwalt hatte Revision gegen das vorangegangene Urteil beantragt, in welchem ihm das Gericht zu einer Geldstrafe von 25 Tagessätzen von je 40 Euro verurteilt hatte. Der heute Angeklagte habe nicht selbstständig gehandelt, sondern dem Mobbingaufruf eines bereits verurteilten Vorgesetzten Folge geleistet, hieß es. Das Gericht kam im erneuten Prozess zu keinem anderen Schluss, deshalb bleibt es bei der Geldstrafe. Er muss allerdings die Prozesskosten tragen. Der andere Angeklagte hatte das erste Urteil inzwischen akzeptiert. Der behandelte Vorfall hatte sich bereits im Juli 2012 im Zentrallager von Aldi Süd in Mahlberg ereignet, auch TV Südbaden hatte damals ausführlich über die Situation berichtet. Der Geschädigte Ex-Azubi hatte im September bereits ein Schmerzensgeld von 500 Euro zugesprochen bekommen.