Felssturz, Todtnau, Erdrutsch, © baden.fm-Hörerfoto

Riesiger Felsbrocken stürzt von Hang in Todtnauer Wohngebiet

Inzwischen konnten die Einsatzkräfte den betroffenen Anwohnern Entwarnung geben

Ein gewaltiger Felsbrocken in der Größe eines Kleinwagens hat sich am Donnerstagabend (07.03.2019) von einem Hangstück in Todtnau gelöst und ist direkt in ein darunterliegendes Wohngebiet gerollt. Das tonnenschwere Gestein hat dabei die Häuser der Gisibodenstraße nur knapp verfehlt und blieb in einer Hofeinfahrt liegen. Verletzt wurde glücklicherweise niemand, auch zu Schäden an Gebäuden ist es offenbar nicht gekommen.

Nach nur kurzer Zeit sind dann auch die Rettungsmaßnahmen von Polizei, Feuerwehr und Rotem Kreuz angelaufen, beschreibt und der betroffene Anwohner Tim Spitz im baden.fm-Interview. Weil Geologen nach einer Ersterkundung befürchtet haben, dass sich weitere Felsstücke lösen könnten, haben sich die Einsatzkräfte dazu entschlossen, drei Häuser vorsichtshalber zu evakuieren.

Von Felssturz in Todtnau betroffener Anwohner Tim Spitz: "Wir dachten, der ganze Hang kommt runter!"

Spitz und die anderen Bewohner mussten die Nacht über bei Freunden oder Bekannten unterkommen. Erst am Freitagnachmittag konnten die Experten dann vorläufige Entwarnung geben. Ursprünglich waren sie noch davon ausgegangen, dass sie Bewohner erst am Montag in ihre Wohnungen zurückkehren können. Nun ist es aber schon früher soweit - nach Einschätzung der Geologen des Freiburger Regierungspräsidiums besteht keine akute Gefahr. Dennoch: Ein grundsätzliches Risiko für Erdrutsche an dem Teilstück war demnach schon vorher bekannt und bleibt jetzt auch weiterhin vorhanden.

Mit welchen Maßnahmen der Hang dauerhaft gesichert werden kann, darüber wollen Behörden und Sicherheitskräfte am Montag bei einem gemeinsamen Treffen entscheiden, heißt es auf baden.fm-Anfrage.

(fw)