© Polizeipräsidium Stuttgart

Stuttgart: Koffermorde – Anklage gegen mutmaßlichen Täter

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Er soll zwei Menschen getötet und ihre Leichen in Koffern versteckt haben. Nach dem ungewöhnlichen Mord im Stuttgarter Schlossgarten im Juni hat die Staatsanwaltschaft jetzt einen Mann angeklagt. Eine DNA-Spur soll den mutmaßlichen Täter überführt haben, er bestreitet die Morde. Der Mann sitzt in Untersuchungshaft. Ihm droht eine lebenslange Haft. Wann die Gerichtsverhandlungen beginnen ist noch unklar.

Der mutmaßliche Täter soll in der Nacht zum 30. Mai in seiner Wohnung zunächst einen 50 Jahre alten Obdachlosen ermordet haben und später eine 47-jährige Frau, ebenfalls aus der Obdachlosen-Szene. Da beide Opfer nicht größer als 1,66 Meter groß waren und nicht mehr als 60 Kilogramm wogen, konnte der Täter die Leichen problemlos in zwei Koffer packen. Diese habe er dann auf seinem Fahrradanhänger in den Schlossgarten gefahren und dort abgelegt.
Passanten hatten dann am Sonntagabend (01.06.2014) in den Unteren Schlossgartenanlagen die Leichen entdeckt. Den beiden Zeugen waren die beiden Reisekoffer hinter einer Betonmauer am Bahndamm neben der Felix-Mendelssohn-Bartholdy-Allee aufgefallen. Da sie Blutspuren bemerkten, alarmierten sie sofort die Polizei.
Rund zwei Wochen nach dem Fund der beiden Leichen konnte der mutmaßliche Täter in seiner Wohnung festgenommen werden.