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München: Deutschland muss doppelt so viel Atommüll entsorgen als erwartet

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Deutschlands Atommüll schwillt an. So müssen sich die Endlager in den nächsten Jahrzehnten auf voraussichtlich doppelt so viel radioaktiven Abfall einstellen, wie bisher erwartet. Das berichtet die „Süddeutsche Zeitung“ und beruft sich dabei auf einen Entwurf des nationalen Entsorgungsplans. Erstmals würden darin auch Urananreicherungen, die vorher als Wertstoffe berechnet wurden, nun als Atommüll gelten.
Die Gefahr durch falsch gelagerte Atommüllfässer ist anscheinend größer als gedacht. So sollen mehr Fässer beschädigt sein, als bisher angenommen – haben Recherchen der ARD ergeben. Am schlimmsten soll die Situation im größten oberirdischen Lager Deutschlands in Karlsruhe sein. Die Stadt liegt nur rund 130 Kilometer von Freiburg entfernt. Dort sollen insgesamt 1700 verrostete Atommüllbehälter liegen.