SC Freiburg gegen RB Leipzig Fußball Bundesliga

Der SC Freiburg schlägt RB Leipzig zuhause mit 2:1

Dramatisches Spiel im Schwarzwaldstadion - der Sportclub bleibt Angstgegner der Roten Bullen

Was für ein Spiel des SC Freiburg gegen den Favoriten RB Leipzig: Mit 2:1 (1:0) besiegt die Mannschaft von Trainer Christian Streich die Sachsen um Chefcoach Julian Nagelsmann. Die Tore von Nicolas Höfler und Nils Petersen ebnen den Freiburgern den Weg zurück in die Erfolgsspur. Bis zum Sonntag sind die Breisgauer Tabellenzweiter.

Werner mit an Bord, Freiburg mit Mark Flekken im Tor

Auch Bundestrainer Jocachim Löw wollte sich an diesem sonnigen Samstagnachmittag nicht entgehen lassen, was einige seiner Nationalmannschafts-Schützlinge auf dem Rasen des Schwarzwaldstadions zeigen würden. Auf Seiten der Leipziger fehlte unter anderem Kevin Kampl wegen einer Mandelentzündung. Mit an Bord waren hingegen die Wackelkandidaten Lukas Klostermann, Diego Demme und auch der pfeilschnelle Timo Werner. Beim SC fehlten neben Lukas Kübler und Torhüter Alexander Schwolow (für ihn rückte Mark Flekken zwischen die Pfosten auf) auch Amir Abrashi und der frisch gebackene Vater Mike Frantz. Dafür bekam Lino Tempelmann seine Chance, sich bei seinem Bundesliga-Debut von Beginn an zu beweisen.

Dabei sah es in der ersten Hälfte über weite Strecken nicht unbedingt nach einem Erfolg für die SC-Kicker aus, die zwar fulminant in die Partie starteten, sich aber nicht belohnten. In der Folge ließ sich der SC jedoch hinten einschnüren und kam kaum aus der eigenen Hälfte heraus. Das Tor schien in der Luft zu liegen, zweimal reagierte Flekken stark. Der SC hingegen präsentierte sich zu passiv.

Luca Waldschmidt muss verletzt raus

In der 30. Spielminute dann der Schockmoment für alle Freiburger: Luca Waldschmidt verletzte sich am Knöchel und konnte nicht weiterspielen. Eine Diagnose steht noch aus. Für ihn schlüpfte Nils Petersen ungewohnt früh in seine Joker-Rolle - doch nicht nur das: Nach nur etwas mehr als einer halben Stunde war der erste Bundesliga-Auftritt von Tempelmann wieder beendet. Für ihn brachte SC-Trainer Streich Vincenzo Grifo.

Das 1:0 fällt Sekunden vor der Pause

In der Nachspielzeit der ersten Hälfte dann die Überraschung, als die Breisgauer doch einmal vor dem gegnerischen Tor auftauchten: Lucas Hölers zweiter Versuch wurde an den langen Pfosten abgefälscht, wo Hölfer nur noch einzuschieben brauchte. 1:0 - der SC hatte den Spielverlauf auf den Kopf gestellt.

Nach dem Seitenwechsel lebte die Partie von der Spannung, die fast greifbar schien. Nach einem Zusammenprall mit hartem Kopftreffer schied Höler aus dem Spiel und musste zur Untersuchung ins Krankenhaus gebracht werden. Auch bei ihm steht die Diagnose noch aus. Der SC lauerte indes auf Konterchancen. Christian Günter scheiterte mit seinem Versuch am starken Peter Gulasci im RB-Tor (75.).

Grifo und Petersen - Streichs Einwechslungen goldrichtig

Die Vorentscheidung fiel kurz vor Spielende: Nach einer Balleroberung bediente Grifo den durchstartenden Petersen, der souverän aus 16 Metern auf 2:0 stellte (90.). Doch der SC machte es noch einmal spannend, als Klostermann in der Nachspielzeit nach einer Ecke des eingewechselten Christopher Nkunku verkürzte. Doch am Ende sollten die Freibruger nichts mehr anbrennen lassen und dürfen sich über den zwischenzeitlichen zweiten Tabellenplatz freuen.

(br)