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Breisgauer Landwirt muss sich für Tod vor Erntehelfer verantworten

Das Amtsgericht Freiburg hat gegen den Bauern einen Strafbefehl wegen fahrlässiger Tötung erlassen

Ein Landwirt aus dem südlichen Breisgau muss sich schon bald für den Tod eines 32-jährigen Erntehelfers aus Rumänien verantworten. Die Staatsanwaltschaft Freiburg hat ihre Ermittlungen zu dem tragischen Vorfall im Juni 2014 jetzt abgeschlossen. Der betroffene Landarbeiter hatte damals in der Sommerhitze mit einem Kollegen 20 Kilogramm schwere Heuballen im Akkord auf einen Anhänger stapeln müssen.

Vorwurf: Akkordarbeit in der Sommerhitze ohne Pausen und Wasser

Selbst als die Wasservorräte aufgebraucht waren und der Erntehelfer seinem Chef gesagt hatte, dass er sich unwohl fühlt, habe dieser darauf bestanden, dass er die Arbeit zu Ende bringt. Auch eine Pause soll er dem überanstrengten Mann nicht erlaubt haben, so der Vorwurf der Ermittler. Noch am selben Abend war der Arbeiter an den Folgen eines Hitzschlags bewusstlos zusammengebrochen und nach zweieinhalb Wochen im Koma schließlich im Krankenhaus verstorben.

Landwirt weist Schuld bislang von sich

Der beschuldigte Landwirt hat bereits Einspruch gegen den Strafbefehl eingelegt. Damit wird es höchstwahrscheinlich zu einem Gerichtsprozess kommen. Ein genaues Datum dafür steht noch nicht fest.