Martin Horn, Oberbürgermeister, Freiburg, Wahl, © Patrick Seeger - dpa

Attacke auf Freiburger Wahlsieger Martin Horn wohl ohne politischen Hintergrund

Inzwischen haben die Ermittler weitere Details zu den Hintergründen der Gewalttat herausgefunden

Die Prügelattacke auf den frisch gewählten Freiburger Oberbürgermeister Martin Horn am Wahlsonntag (06.05.2018) war mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht politisch motiviert. Davon geht der Staatsschutz nach ersten Ermittlungen aus.

Der Tatverdächtige kam auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Freiburg inzwischen in eine psychiatrische Einrichtung. Der 54-Jährige aus dem Markgräflerland soll dem Wahlsieger aus einer psychischen Erkrankung heraus plötzlich einen Faustschlag ins Gesicht verpasst haben.

Erleichterung über mutmaßlichen Auslöser des Angriffs

Bei der Attacke auf der Wahlparty im Friedrichsbau hat Horn nach eigener Aussage zwei Zähne ganz oder teilweise verloren, eine gebrochene Nase erlitten, sowie eine Verletzung unterhalb des Auges. Obwohl der Schock nach dem Angriff bei ihm und seiner hochschwangeren Frau in der unerwarteten Situation zunächst tief saß, sei er froh, dass es sich offenbar um keine persönlich gegen ihn gerichtete Tat gehandelt hat.

Als Reaktion auf den Übergriff fordert der Deutsche Städte- und Gemeindebund am Dienstag (08.05.2018) härtere Strafen für Angriffe auf Lokalpolitiker oder entsprechende Bedrohungen.

Der 33-Jährige musste sich nach der medizinischen Erstversorgung im Krankenhaus weiteren Untersuchungen unterziehen, konnte die Feier aber später fortsetzen. Horn hat sich bei der Oberbürgermeisterwahl mit rund 44 Prozent aller Wählerstimmen gegen den langjährigen Amtsinhaber Dieter Salomon durchgesetzt.

(fw)

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