Gesetze, Gericht, © Uwe Anspach - dpa (Symbolbild)

12 Jahre Haft im Staufener Missbrauchsfall gefordert

Im Staufener Missbrauchsprozess fordern die Ankläger zwölf Jahre

Im Prozess um den jahrelangen Missbrauch eines Kindes in Staufen fordert die Staatsanwaltschaft zwölf Jahre Gefängnis für den angeklagten Spanier. Außerdem solle während seiner Haft über eine anschließende Sicherungsverwahrung entschieden werden, sagte Staatsanwältin Nikola Novak am Freitag vor dem Landgericht Freiburg.
Die Anwältin der Nebenklage, die vor Gericht das Missbrauchsopfer vertritt, hat ebenfalls zwölf Jahre Haft gefordert, sich aber für eine sofortige Anordnung von Sicherungsverwahrung ausgesprochen. Die Verteidigerin des 33-Jährigen verzichtete laut Gericht auf konkrete Forderungen.

Das Urteil gegen den Mann aus der Nähe von barcelona soll am Montagnachmittag (6. August um 15:30 Uhr) fallen. Er hat zugegeben, den damals in Staufen lebenden und heute zehn Jahre alten Jungen mehrfach vergewaltigt und dafür Geld an dessen Mutter und ihren damaligen Lebensgefährten gezahlt zu haben.

Der Junge war über zwei Jahre lang im Darknet angeboten und Männern gegen Geld für Vergewaltigungen überlassen worden. Seine Mutter und ihr wegen schweren Kindesmissbrauchs vorbestrafter Lebensgefährte werden dafür verantwortlich gemacht. Sie haben bereits gestanden. Das Urteil gegen die beiden wird kommenden Dienstag erwartet (07.August um 09:30 Uhr).

 

(mt)