Südbaden: Gasthausbetreiber auf dem Land müssen sich strecken

In Baden-Württemberg gibt es derzeit rund 25.000 Gastronomiebetriebe. Wie viele davon um ihre Existenz kämpfen und womöglich auch ganz akut mit dem Problem des Wirtshaus-Sterbens auf dem ländlichen Raum konfrontiert sind, lässt sich nicht genau erheben. Allerdings steht fest, dass es in etwa 500 Gemeinden im Land keinen einzigen Gasthof mehr gibt – eine alarmierende Zahl. Denn damit ist nicht nur ein regionaler Genuss- und Gemeinschaftsort verschwunden, sondern es ist auch eine jahrhundertelange Tradion und kulturelle Einrichtung im Dorfleben verloren gegangen.

 

Tagungsreihe: „Gasthaus trifft Wirtshaus“

 

Um diesem Trend entgegen zu wirken, hat der Hotel- und Gaststättenverband Baden-Württemberg (DEHOGA) und der Gemeindetag Baden-Württemberg die Tagungsreihe „Rathaus trifft Wirtshaus“ ins Leben gerufen. Bei dieser Veranstaltung sollen im Gespräch zwischen Bürgermeistern, Wirtshausbetreibern, Komunal- und Landespolitikern, sowie den beiden Organisationsverbänden Ideen ausgetauscht, konkrete Probleme kommuniziert, aber auch Verbesserungsvorschläge eingebracht werden, um dem Problem des „Wirthaus -Sterbens“ entgegen zu wirken . Am Montag wurde die Tagungsreihe im „Gasthof zum Löwen“ im Münstertal (Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald) abgehalten. Anwesend waren rund 60 Personen.

 

In dem Bericht wird exemplarisch die Lage von Gasthausbesitzer Ingo Schmidt (Gasthof zum Löwen in Münstertal) geschildert, der täglich mit den Schwierigkeiten einer Gastronomiebetreibers zu kämpfen hat. Außerdem schildert DEHOGA-Ehrenpräsident Peter Schmid, welche konkreten Forderungen der Gaststättenverband an die Politik hat und der Landtagsabgeordnete Reinhold Pix (Grüne) nimmt ebenfalls Stellung.